Sprachen sind wie Schlüssel

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(V.l.) Schulleiterin Martina Boye-Griesel, Amjad Al Hnawi, Jasmin Charhour und Lehrerin Dagmar Mirtes.

© Foto: privat

Grebenstein (hai) - Sie strahlten, als Lehrerin Dagmar Mirtes ihnen die Diplome austeilte, mit denen ihnen die erfolgreiche Teilnahme an der DELF-Prüfung bescheinigt wurde. Jasmin Charhour und Amjad Al Hnawi hatten im vergangenen Schuljahr am Französisch-Kurs DELF (eines der wichtigsten Sprachzertifikate für Französisch als Fremdsprache) teilgenommen und sich im Frühjahr während einer externen Prüfung den Anforderungen des Institut Francais gestellt – mit Erfolg. Beide absolvierten das Examen mit guten Ergebnissen und profitieren nun von ihren Kenntnissen der französischen Sprache.
Seit vielen Jahren gibt es an der Heinrich-Grupe-Schule im Fach Englisch die Cambridge-Kurse und parallel dazu in Französisch die in DELF. Die Schüler erwerben dabei wichtige Fähigkeiten, sich in der fremden Sprache auszudrücken und zu kommunizieren, so Dagmar Mirtes. „Von diesen Kenntnissen profitieren sie auch im normalen Sprachunterricht. DELF ist jedoch kein Nachhilfeunterricht“, stellte sie gleichzeitig klar. „Die Teilnehmer sollten im Französischunterricht mindestens die Note 3 nachweisen können.“ Auch wenn die Nachfrage früher größer gewesen sei, so freut sich die Pädagogin über einen derzeit steigenden Zuspruch. Immerhin handele es sich hier um ein Angebot im Rahmen der Begabtenförderung.
Für Jasmin und Amjad steht fest, dass sie die nächsthöhere Niveaustufe anstreben und auch weiterhin den DELF-Kurs besuchen. Beide haben Spaß daran, fremde Sprachen zu lernen, dabei ist Deutsch für sie eine Fremdsprache. Jasmin, deren Eltern aus Russland und dem Libanon stammen, wuchs zwar mit Deutsch auf, sie lernt aber derzeit wieder intensiv die russische Sprache, neben englisch und französisch. Amjads Muttersprache ist arabisch. Als die Familie vor dem Bürgerkrieg in Syrien flüchtete, lebten sie eine Zeitlang in der Türkei, wo der Junge die türkische Sprache lernte. „Heute kann ich sie leider nicht mehr so gut“, bedauert er. Nachdem er 2015 nach Deutschland kam, lernte er die deutsche Sprache und die so erfolgreich, dass er nach wenigen Jahren die Niveaustufe B1 erreichte. Neben dem Englischunterricht in der Schule macht ihm das Französischlernen viel Spaß und für ihn steht fest, dass er im nächsten Jahr auch hier das B1-Zertifikat schaffen möchte.
Die beiden Gymnasiasten sind aber nicht nur mit dem Lernen von Sprachen beschäftigt. Beide sind in ihrer Freizeit sehr aktiv, während Amjad gern schwimmt, Badminton spielt und Taekwondo trainiert, spielt Jasmin Klavier, reitet, schwimmt und ist Mitglied der schulischen Theater AG.
Zeit zum Lernen bleibt ihnen dabei ausreichend, zumal sie Spaß an fremden Sprachen haben. „Meine Mutter hat mir beigebracht: Sprachen sind wie Schlüssel und Länder wie Türen. Man kann sie immer mit den Schlüsseln öffnen“, bringt Amjad abschließend seine Begeisterung für andere Sprachen auf den Punkt.

 

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