Erfurt (SPD-Fraktion Thüringen) - „Der Foht-Skandal beim MDR muss schleunigst und umfassend aufgeklärt werden. Die Gebührenzahler im MDR-Gebiet haben ein Recht auf vollständige und ungeschminkte Information über die sonderbaren Finanzierungsmethoden des bisherigen Unterhaltungschefs des Senders." Mit diesen Worten kritisiert Uwe Höhn, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, den bisherigen Umgang des MDR mit seinem neuesten Finanzskandal. „Wie schon beim Korruptionsfall Mohren oder bei der Veruntreuung der Kika-Millionen kommt das ganze Ausmaß der Fohtschen Machenschaften nur scheibchenweise ans Licht", sagt Höhn. Es könne nicht angehen, dass sich die Mitglieder des MDR-Rundfunkrats über wesentliche Details der Affäre aus der Presse informieren müssten.
„Wir brauchen keine Intendantenbriefe mit vagen Angaben zu schwerwiegenden finanziellen Verfehlungen, sondern schnellstmöglich eine Sondersitzung des MDR-Fernsehausschusses“, fordert daher der SPD-Politiker und unterstützt damit ähnlich lautende Forderungen des sächsischen SPD-Generalsekretärs Dirk Panther. Bis zur regulären Sitzung des MDR-Rundfunkrats am 26. September könne mit der Aufklärung der Geschehnisse nicht gewartet werden. Für ihn bietet der Fall Foht zudem Anlass, grundsätzlich über die bisherigen Entscheidungs- und Kontrollmechanismen im MDR nachzudenken. „Die jahrelangen Betrügereien beim Kika und der jetzige Foht-Skandal zeigen eindeutig, dass die internen Kontrollen beim Sender nicht so funktionieren, wie sie es eigentlich müssten“, sagt Höhn. Es sei für ihn nicht nachvollziehbar, dass bei einem so wichtigen Mitarbeiter wie dem Unterhaltungschef Gehaltspfändungen vorgenommen würden, ohne dass die Intendantur darüber informiert werde.
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