Alle Jahre wieder…

Oberbürgermeister lud zum Jahresrückblick ein

Erfurt (dp) – Es ist seit einer ganzen Reihe von Jahren zur Tradition geworden, dass Oberbürgermeister Andreas Bausewein kurz vor Jahresende zum Presse-Frühstück einlädt.

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Oberbürgermeister lud zum Jahresrückblick ein.

© Foto: dp

Gekommen sind auch in diesem Jahr zahlreiche Journalisten und auch Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig schaffte es auf einen Kaffee kurz vorbeizuschauen. Ebenfalls als Gast kam Erfurts Tourismus-Chefin Dr. Carmen Hildebrandt. Sie überraschte mit einer neuen Kampagne der Stadt mit der für Erfurt als Ausbildungsstandort geworben wird. Zahlreiche Citylight-Poster werden zu diesem Zweck aufgehängt. Auf ihnen ist eine junge Frau zu sehen, deren Kleidung schon auf die Berufe hinweist, die in der Landeshauptstadt Tradition und Zukunft haben. Mit einem „Klick dich rein!“ wird auf weitere Informationen im Internet hingewiesen. 

Die Plakate hängen nicht nur in Erfurt, sondern auch in elf anderen Städten in ganz Thüringen, Hessen, Bayern und Niedersachsen. Der Oberbürgermeister konnte u.a. berichten, dass Erfurt bei der Entwicklung der Bevölkerungszahlen seit 2007 eine positive Entwicklung genommen hat. So wurden im vergangenen Jahr über 202.000 Menschen in der Landeshauptstadt gezählt. 2004 waren es 198.500. Auch die Zahl der Arbeitslosen sank von 20.000 im Jahr 2003 auf rund 12.000 im Jahr 2011. Bei der Wirtschaft in der Stadt konnte der OB während seiner Amtszeit eine recht positive Bilanz ziehen. So gab es insgesamt 4.035 Ansiedlungs- bzw. Erweiterungsvorhaben von denen 445 unterstützt und dabei fast 6.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Die Stadt hat in den letzten drei Jahren mehr Gewerbeflächen vermarktet als in den zehn Jahren zuvor. Niedergelassen haben sich in und um Erfurt beispielsweise Netto-Logistik, Norma-Logistik, DHL-Freight, Lexi-TV-Studio, Glöckner-Gartenbau sowie Krummrich-Dienstleistung. Online-Versender Zalando legte den Grundstein für ein Logistik-Center. „Erfurt hat eine Mittellage in Deutschland und eine gute Infrastruktur“, erklärte der Wirtschaftsminister und verwies dabei auch darauf, dass die Verwaltung bei der Erteilung von notwendigen Genehmigungen topp gearbeitet hat – vor allem schnell.

Ein Diskussionspunkt mit Wirtschaftsminister Machnig war natürlich auch der Stadion-Neubau, der immerhin 27,5 Millionen Euro kosten wird. Die Stadt Erfurt beteiligt sich mit 4,8 Millionen Euro daran, den Rest finanziert das Land. „Es wird eine Multifunktionsarena“, erklärte Matthias Machnig. „Es wird nicht nur Fußball gespielt. Dort können Freilichtkonzerte, Tribünenveranstaltungen, Tagungen und Messen stattfinden. Dafür werden und 1000 Arbeitsplätze geschaffen. Das Land muss gezwungen werden, dass die Voraussetzungen erhalten bleiben. Und zu dem Preis können wir ein Stadion nie wieder bauen. Alles was später kommt, wird teurer.“ Reizwort Sparen. Da vergeht eigentlich jedem das Lachen – auch dem OB. Aber: „Es geht nicht anders“, räumt er zähneknirschend ein. „Wir haben weniger Einnahmen. Irgendwann kommt mehr Gewerbesteuer, aber wann ist noch nicht klar. Der Freistaat versucht im Moment sich über die Kommunen zu sanieren. Es ist Strategie, dass andere Leute – in dem Falle die Kommunen – ihre Arbeit machen und mit den Auswirkungen leben müssen.“ Thema Bundesgartenschau (BUGA): Dazu wird es am kommenden Donnerstag (22. Dezember) wohl Endgültiges zu sagen geben. Dann wird im Rathaus ein Brief erwartet, der wahrscheinlich die Zusage bringt, dass die Schau im Jahr 2021 in Erfurt stattfindet. Dazu gibt es Fördermittel, aber die müssen schell beantragt werden, denn sie stehen nicht ewig bereit. Was gab es noch?

Auf dem Gelände des Espachbades wurde ein Spiel- und Bürgerpark übergeben. Zehn Kitas wurden neu gebaut, 15 generalsaniert und 854 zusätzliche Plätze geschaffen. Kosten dafür 38,2 Millionen. Bis zum Jahr 2013 kommen weitere zehn neue Einrichtungen dazu, vier werden generalsaniert. 48 Straßen in der Stadt bekamen einen neuen Belag. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 8,7 Millionen für den Straßenbau ausgegeben. Dazu wurden fünf Radwege geschaffen. 31 Millionen wurden in die Sanierung von Schulen gesteckt. Aussage des OB: „Es werden keine Gebäude geschlossen. Es kann aber sein, dass sich die Schulform ändert – beispielsweise von Grund- auf Regelschule.“ Es hätte noch sehr viel mehr diskutiert werden können an diesem Vormittag, aber die Zeit… Die fehlte sowohl den Journalisten als auch dem OB – sonst hätte es länger als einen Tag gedauert.

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