Seitenroda (sho) - Stille herrschte zur Karfreitagprozession auf der Leuchtenburg. Nur Gesänge und Gebete waren zu hören. Gläubige versammelten sich zu einer feierlichen Andacht im Burghof am Fuße des Holzkreuzes. Zuvor beschritten sie einen liturgischen Kreuzweg von der Kirche in Seitenroda bis hoch zur Burg. An insgesamt sieben Stationen gedachten sie dem Leidensweg Jesu Christi bis zu seinem Tod am Kreuz.
Danach startete das Osterspektakel. Die Leuchtenburg, 400 Meter hoch über dem Saaletal gelegen, begab sich auf Zeitreise - ins sagenumwobene Mittelalter. Verwegene Ritter aus vieler Herren Länder zog es zu dem Fest. Sie trugen spannende Kämpfe aus.
Für vortrefflichste Stimmung sorgten Schauspieler, Quacksalber, Possenhauer, sowie vielerlei anderes fahrendes Volk. Darunter die Komödianten von Max Gaudio. Von weither angereist, berichteten sie Neuigkeiten für das Volk.
Auch Handwerker längst vergangener Zünfte sorgten auf dem Gelände der Leuchtenburg für mittelalterliche Atmosphäre. Hufschmiede sowie Pfeil- und Bogenbauer präsentierten ihr Können. Händler boten ihre Ware feil.
Als besonderen Gast hatte die Leuchtenburg in diesem Jahr wieder Hui Buh geladen. Das Schlossgespenst spukte durch die Mauern und Gänge. Wer kann den typischen Hui Buh-Schrei am allerbesten imitieren? Darum drehte sich der Wettbewerb zum Osterspektakel.
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