Jena (sho) - An der Saale hellem Strande... angestimmt wurde das Lied von der Wandergruppe zwar nicht, dennoch ging es entlang dem Saaletal. Zu ihrem diesjährigem Sommerfest hat die CDU Thüringen gemeinsam mit Parteifreunden die Wanderschuhe geschnürt und sich bei schönstem Sonnenschein auf eine Tour entlang der Saale begeben. Begleitet wurden sie von Wanderfreundin Christine Lieberknecht, die neben dem Amt der Ministerpräsidentin Thüringens, seit 15 Jahren auch das Amt der Thüringer Wanderpräsidentin innehat und bei der schon von klein an Wandern groß geschrieben wurde.
„Das Sommerfest ist eine gute Gelegenheit auch außerhalb politischer Gremien und des politischen Alltags Zeit miteinander zu verbringen und sowohl mit Vertretern der Schüler Union, der Jungen Union als auch mit alteingesessenen Parteifreunden ins Gespräch zu kommen", sagte Christine Lieberknecht. Erfahren haben sie alle während ihrer Tour auch etwas über den ein oder anderen Verein entlang der Wanderroute. So warb unter anderem der Brückenverein Kunitz, um Unterstützung für den Wiederaufbau der Kunitzer Hausbrücke.
Die Baustelle war der erste Stop der Wanderung nach dem Start in Jena-Zwätzen. Daraufhin ging es weiter entlang des Saaleradwanderweges Richtung Porstendorf und schließlich auf nach Neuengönna, dem Ziel der Tour. Dauer der Wanderung ca. zwei Stunden - viel Zeit für Gespräche. „Wir haben ausgelotet, wie Mittel für die Förderung einzelner Projekte von Vereinen oder für die Dorferneuerung freizubekommen sind", gab die Ministerpräsidentin einen Einblick in ihre Gesprächsthemen, „es ging aber auch um ganz handfeste kommunalpolitische Fragen, die den Landkreis betreffen und die habe ich unter vier Augen mit dem Landrat besprochen."
In der Heimatstube in Neuengönna wartete auf die Wandesgruppe eine Vesper – eine Stärkung nicht nur für den Rückweg, sondern auch für noch bevorstehende Aufgaben in den letzten Monaten des Jahres 2011. „Wir haben 2011 schon viel geschafft", sagte Christine Lieberknecht, „wir haben den Zukunftsdialog, den wir im vergangenen Jahr in Jena begonnen haben, weiter vorangebracht - wir hatten die Zukunftswerkstätten und ein größeres Forum. Wir sind jetzt dabei uns auf die Kommunalwahl im kommenden Jahr vorzubereiten. Sehr zufrieden bin ich auch damit einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt zu haben. Der größte Erfolg der Regierung", urteilte Christine Lieberknecht. Nach der Sommerpause kommen jetzt die parlamentarischen Beratungen zum Haushalt, aber auch das neue Landesentwicklungsprogramm sei zu beraten. Zudem sei der Hochschulpakt vorzubereiten und abzuschließen.
Begrüßt wurde in Neuengönna auch Ehrengast Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Während die Wandergruppe ihren Rückweg antrat, zog er sich zu Gesprächen mit Christine Lieberknecht zurück. Themen des Vier-Augen-Gespräches waren unter anderem die gemeinsame Initiative, die Solarbranche zu stärken sowie die Zukunft des Mitteldeutschen Rundfunks.
Zurück in Jena-Zwätzen sprach Haseloff dann zu allen Parteifreunden. Im Zentrum seiner Rede standen Möglichkeiten, die Zusammenarbeit zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt weiter auszubauen. „Einige Dinge haben wir schon auf den Weg gebracht in den mitteldeutschen Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen,", sagte Haseloff. So laufe es zum Beispiel im Bereich des Tourismus ganz gut. Man habe von Sachsen-Anhalt aus den Lutherweg bis nach Eisenach verlängert und die gemeinsame HarzCard mit Niedersachen und Thüringen auf den Weg gebracht. „Möglichkeiten sehe ich noch bei der Spezialisierung von Universitäten und Hochschulen", sagte Haseloff, „ein Schwerpunktthema ist zudem auch das Vereinfachen der Bedingungen für Pendler. Die Unterbringung der Kinder ist oftmals ein Problem zwischen den Ländern oder auch der landesgrenzenübergreifende Schulbesuch muss erleichtert werden."
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