Jena (Dr. Mohammed Al-Kuwaiti) - Ich ging nach Drackendorf und auf dem Weg durch den Goethepark sah ich etwas Ungewöhnliches, ein schönes Motorrad mit Beifahrersitz. Ein Fotograf stand davor und machte Bilder von einem Hochzeitspaar.
Das Paar machte für die Kamera verschiedene Posen neben dem Motorrad, dort, wo die Rotbuche steht. Nachdem sie fertig waren, fragte ich sie, ob das Motorrad einer Firma gehört, die es für Hochzeitsdienstleistungen zur Verfügung stellt. Der Bräutigam sagte, dass es ihm gehört. Es schien mir, als ob er zwei Träume gehabt hatte und er, die Iraker sagen, zwei Spatzen mit einen Stein traf, die Deutschen, zwei Fliegen mit einer Klappe schlug. Also: als Junge hat er davon geträumt, das Motorrad mit Beifahrersitz zu kaufen, und dann, dass seine Braut neben ihm sitzt. Sie waren fertig mit den Bildern und die Braut kam in meine Nähe. Ich fragte, ob ich für DEUTSCHLAND today Fotos machen dürfte, worauf sie mir zuerst sagte: „Ich bin nicht dagegen, aber ich frage meinen Mann.“ Und dazu ergänzte sie, „Wir haben keine Zeit.“ Es schien, dass sie mich falsch verstanden hatte, weil sie meinen Fotoapparat nicht gesehen hatte, der klein ist und den ich ständig in meiner Hemdtasche trage. Die Braut war sehr nett und sah sehr schön aus. Sie fragte: „Sie haben ihren Fotoapparat mit.“ Worauf ich antwortete, „Ja, klar.“ Dann stellte sich das Paar wieder vor das Motorrad und ich knipste sechs Mal und fertig war’s.
Noch keine Kommentare vorhanden