Heimatapfel

Streuobstprojekt „Heimatapfel“ sucht Mitmacher

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Streuobstwiesen gehören im Kulturland zum Landschaftsbild. Der Kreis gilt mit seinen hohen Vorkommen sogar als Obstkiste Nordrhein-Westfalens. Wie könnte die Zukunft dieses Schatzes aussehen?

© Foto: GfW/Grawe

Steinheim (ozm) - Mit dem Leader-Projekt „Heimatapfel“ möchte die Regionalmarke Kulturland Kreis Höxter gemeinsam mit der Stadt Steinheim und der Stiftung für Natur, Heimat und Kultur im Steinheimer Becken den Grundstein für eine rentable Bewirtschaftung von Streuobstwiesen im Kreis Höxter schaffen. Gemeinsam mit dem beauftragten Büro neulandplus, das die professionelle Betreuung des Projekts übernommen hat, soll eine ganzheitliche und umfassende Strategie ausgearbeitet werden. Dafür wurden bereits Gespräche mit Streuobstakteuren, Bewirtschaftern und Verarbeitern der Region geführt.
„Unsere Strategie musss einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und sowohl große Streuobstbestände sowie einzelne Bäumen von Privatpersonen umfassen, von der großen Kelterei bis zur kleinen Saftpresse und zum Direktvermarkter reichen. Auch den regionalen Einzelhandel und die Gastronomie werden wir mit einbeziehen. Sie alle sollen von Heimatapfel profitieren“, so Hannes Bürckmann vom Büro neulandplus. Damit die Strategie zu den regionalen Gegebenheiten im Kulturland passt, ist nun die heimische Bevölkerung gefragt: Streuobstwiesenbewirtschafter, Flächeneigentümer und Interessierte, genauso wie Liebhaber von regionalen Produkten und Kenner der hiesigen Streuobstkultur. „Heimatapfel“ freut sich über persönliche Erfahrungen und Einschätzungen zur Streuobst-Situatio, genauso wie über Ideen und konkrete Projektvorschläge.
Da aufgrund von COVID-19 die geplanten öffentlichen Workshops nicht in gewohnter Form stattfinden, setzt „Heimatapfel“ auf eine Online-Beteiligungsplattform. Alle Interessierten finden diese unter folgendem Link: www.heimatapfel-hx.de. In einem zweiten Schritt werden die gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Online-Beteiligung, falls möglich, im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vor Ort vorgestellt und diskutiert.
„Wir freuen uns auf konstruktive Vorschläge und kreative Ideen, die das Projekt Heimatapfel vorantreiben“, zeigt sich Heiko Böddeker von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter zuversichtlich. So sollen davon nicht nur heimische Tiere und Pflanzen profitieren, sondern vor allem auch die Streuobstwiesenbesitzer und -bewirtschafter der Region. Durch wirtschaftlich sinnvolle Nutzungsmodelle werden Streuobstwiesen in Wert gesetzt und nachhaltige Strukturen zum langfristigen Erhalt aufgebaut.
Bei Interesse an der Mitarbeit oder bei konkreten Vorschlägen und Ideen steht Heiko Böddeker auch persönlich zur Kontaktaufnahme per E-Mail unter boeddeker@gfwhoexter.de zur Verfügung. Ein persönlicher Besuch ist derzeit nicht möglich. Weitere AnsprechpartnerInnen finden sich auch auf der Beteiligungshomepage.

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