Azubis übernehmen das Kommando

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20 Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Brakel haben im Helios Klinikum Warburg neue Erfahrungen gesammelt.

© Foto: Helios

Warburg (wrs) - Dienstpläne schreiben, den Stationsalltag organisieren, Patienten versorgen und vieles mehr. Diese neuen Erfahrungen sammelten 20 Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Brakel im Helios Klinikum Warburg in den vergangenen fünf Wochen. Mithilfe der Pflegefachkräfte der Station, Lehrern und speziell ausgebildeten Praxisanleitern kümmerten sie sich eigenverantwortlich um alle Aufgaben, die für den Pflegedienst auf der Geriatrie und in der geriatrischen Tagesklinik anfallen. Das Projekt fand zum zweiten Mal in Warburg statt.
Jasmin Rais durfte in diesem Projekt die Position der Bereichsleitung übernehmen.
„Durch das Projekt haben wir die einmalige Möglichkeit bekommen, in einem geschützten Rahmen, schon während der Ausbildung die gesamte Versorgung der Patienten zu übernehmen und die Aufgaben im Team eigenständig zu koordinieren. Dadurch haben wir immens an Erfahrungen gesammelt, die für unser zukünftiges Berufsleben entscheidend sind. Das Ergebnis des Projektes ist, dass wir einen sogenannten Rundumblick des Patienten erworben haben und in unserem Handeln sicherer sind“, so Jasmin Rais.
Die Stationsleitungspositionen wurden von Konstantin Ben Gasior und Chelsea-Marielle Reiche besetzt.
„Das Projekt hat uns allen mehr Sicherheit im selbständigen Arbeiten gegeben. Wir alle konnten viel daraus lernen“, berichtet Chelsea-Marielle Reiche.
„Ich persönlich halte das Projekt 'Schüler leiten eine Station' für sehr gelungen. In meiner Funktion als Stationsleiter hatte ich ein spannendes und abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld mit Hürden aber auch Erfolgen. Ich bin sehr dankbar, dass es in dieser Form solch ein Projekt gibt“, fügt Konstantin Ben Gasior hinzu.
Alle Schülerinnen und Schüler beenden im August ihre Ausbildung. Sie alle konnten in diesem Projekt ihre Erfahrungen aus dem Praxis- und Theorieunterricht ins Projekt einfließen lassen. Der Kurs wurde in drei Schichten auf der Geriatrie und in der geriatrischen Tagesklinik verteilt.

Pflegedirektorin Andrea Störmer ist begeistert davon, wie gut sich die Pflegeschüler auf der Station behaupteten: „Ich freue mich sehr über das hohe Maß an Verantwortungsbewusstsein. Die Schülerinnen und Schüler waren mit viel Engagement und Herzblut bei der Sache. Zudem meisterten sie Herausforderungen mit denen sie als Azubis sonst nicht konfrontiert werden. Ein sehr gelungenes Projekt."

Auch das Stammpersonal zeigt sich begeistert- "Das Projekt war auch für uns eine Bereicherung. Wir lehrten und lernten gleichermaßen. Das Projekt hat uns gezeigt, dass es wichtig ist, auch sein persönliches Handeln immer wieder neu zu hinterfragen, zu überdenken, zu festigen oder zu korrigieren", so die examinierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Johanna und Anita.
„Das Projekt war nicht nur für die Schüler und unsere Kollegen eine Bereicherung, sondern auch für unsere geriatrischen Patienten. Es war interessant zu beobachten, wie gut so unterschiedliche Generationen miteinander interagieren können. Auch beim Aufbau der geriatrischen Tagesklinik haben sich die Schüler sehr gut eingebracht. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken“, sagte Dr. Ulf Peter Langhans, Chefarzt der Geriatrie.
Ärztlicher Direktor Dr. Ludger Wesche und Klinikgeschäftsführer Tobias Hindermann begrüßten das Projekt ebenfalls und freuen sich, dass es jetzt schon zum zweiten Mal im Helios Klinikum Warburg stattfinden kann.
„Das, was die Auszubildenden in diesem speziellen praktischen Einsatz gezeigt haben, kann man nicht hoch genug loben und werten. Ich persönlich bin sehr stolz auf meine Schüler. Ein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitern der Geriatrie, die im Hintergrund einfach anwesend und für Fragen stets ansprechbar waren. Ohne sie wäre so ein Projekt nicht möglich. Auch Frau Störmer möchte ich Dank sagen. Mit Engagement, viel Verständnis für Auszubildende und einem offenen Ohr unterstützt sie die Ausbildung. Last but not least möchte ich mich bei Frau Schoppe bedanken, die in regelmäßigen Supervisionssitzungen das Projekt betreute und mit Rat und Tat zur Seite stand“, sagte Ute Pägel, Leiterin des Bildungszentrums Weser-Egge

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