Gera (pt) - Die Stadt Gera verhandelt mit den Bestattungsunternehmen über eine mögliche Neuregelung bei den ordnungsbehördlichen Bestattungen. Zum 01. Februar hatte nach erfolgter Ausschreibung ein Bestattungsunternehmen den Zuschlag für die ordnungsbehördlichen Bestattungen erhalten. Damit verbunden war auch eine Änderung des Bereitschaftsdienstes, in den sich im wöchentlichen Wechsel die in der Stadt tätigen Bestatter geteilt hatten.
Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn baut darauf, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Bei einem ersten Meinungsaustausch am 25. Juli wurde ein nächster Gesprächstermin in vier Wochen vereinbart. Bis dahin soll der Meinungsbildungsprozess voranschreiten. Die Stadt ist bereit, im August eine Neuausschreibung vorzubereiten.
Finanzbürgermeister Norbert Hein erinnert daran, dass die seit einem halben Jahr gültige Regelung bei den ordnungsbehördlichen Bestattungen Teil des vom Stadtrat beschlossenen Haushaltsanierungsprogrammes sei. Tatsächlich sei eine Kosteneinsparung von über 35 Prozent erreicht worden. Betroffen waren in diesem Zeitraum vierzig von knapp 800 Bestattungen. Hein bot den in Gera tätigen Bestattern darüber hinaus ein Modell zur gemeinsamen Betreibung des Krematoriums auf dem Ostfriedhof an.
Die Stadt Gera ist zur ordnungsbehördlichen Bestattung veranlasst, wenn der Ehegatte, der Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, die Kinder, die Eltern, die Geschwister, die Enkelkinder, die Großeltern oder der Partner einer auf Dauer angelegten nicht ehelichen Lebensgemeinschaft nicht vorhanden, nicht zu ermitteln oder nicht in der Lage sind, ihrer Pflicht zur Bestattung nachzukommen.
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