Gera (rs) - „“Der Tag des Geraer Radsports um den ´Olaf Ludwig Pokal' ist die größte Schulsportveranstaltung auf einer Radrennbahn. Ich habe nachgeschlagen und keine größere gefunden“, so Thomas Schmohl, Schulsportkoordinator beim Schulamt Ostthüringen, anlässlich der 7. Auflage dieses Radsporthighlights für Schülerinnen und Schüler der dritten bis siebenden Klassen.
Den Olaf-Ludwig-Pokal und 100 Euro-Prämie nahmen die Drittklässler der GS Saarbachtal vom Tag des Geraer Radsports von der Radrennbahn mit nach Scheubengrobsdorf.
© Foto: Reinhard SchulzeInsgesamt waren 181 Schülerinnen und Schüler aus neun Geraer schulen mit ihren Lehrern, Erziehern und teilweise Eltern in das Areal der traditionsreichen Geraer Radrennbahn gekommen. Besonders groß war das Interesse bei den Grundschulen, sie stellten mit 117 Kindern das Gros der Teilnehmerzahl, was auch Bernd Kriebitzsch, Fachdienstleiter Bildung und Sport in seinem Grusswort hervorhob, obwohl nicht alle Grundschule das Angebot wahrnehmen, was er bedauerte. Dabei bietet der Ausrichter SSV Gera 1990 einen besonderen Anreiz, erhält doch die Schule mit den meisten Teilnehmern je Klassenstufe eine Prämie in Höhe von 100 Euro. Zusätzlich gewährt das Schulamt für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die Befreiung vom Unterricht. So hätte sich der Veranstalter um Heike Schramm, Sichtungstrainerin beim Thüringer Radsport-Verband e.V. und Trainerin der U15 beim SSV Gera 1990 e.V., eine noch größere Teilnehmerzahl unter den Regelschulen und Gymnasien gewünscht.
Günter Eck, vormals Schulsportkoordinator, jetzt im Ruhestand, erinnert sich noch an die Erstauflage 2006 mit 75 Teilnehmern. Seither ist die Teilnehmerzahl weiter gestiegen, die Organisation perfekter geworden.
Dass der SSV Gera 1990 dennoch mit diesem deutschlandweit einzigartigen Wettkampf auf dem Richtigen Weg ist, zeigt sich auch daran, dass mit dem Chemnitzer Klaus Matterne und Daniel Reinhardt vom Jenaer RV zwei Beobachter vor Ort waren. Ihr Anliegen, diesen Schulwettbewerb nach Jena und Sachsen zu holen.
Dicht umringt auch der Namensgeber Olaf Ludwig, der sich vor allem für das Engagement der Sportlehrer bedankte, die die Kinder zur Teilnahme motivieren und somit dazu beitragen, dass der Traditionswettbewerb weiter lebt. Viele der Schüler nutzten dann auch die Gelegenheit für ein Autogramm vom Olympiasieger 1988, 2-fachen Gewinner der Friedensfahrt, Etappensieger bei der Tour de France und Ehrenbürger der Stadt Gera.
Den Hauptwettkampf bildete das 500-m-Zeitfahren auf dem 250m Betonoval. Weitere Wettbewerbsstationen waren das Geschicklichkeitsfahren, der Tretfrequenztest, Schlussweitsprung und ein Geländelauf. Zusätzlich bestand die Möglichkeit zum Volleyballspielen.
Jeweils erste Plätze in der Klassenstufe drei gingen mit Denis Kühn (53,12 sec.) an die GS Plauensche Straße und Antonia Liehm (63,09 sec.) an die GS Astrid Lindgren. Der Siegerpokal wie auch die Prämie sicherte sich die GS Saarbachtal.
Bei den Viertklässlern hatten mit Moritz Adam (51,62 sec.) und Justine Koch (57,87 sec.) zwei Teilnehmer von der GS Hans Christian Andersen die schnellsten Beine, die damit auch den Grundstein legten für den Gewinn des Pokals in dieser Klassenstufe. Die Prämie allerdings ging an die GS Erich Kästner.
Dominic Seidenzahl (54,63 sec.) aus der RS Debschwitz und Vanessa Leske (48,35 sec.) vom Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium gewann das 500-m-Zeitfahren. Der Siegerpokal ging an die RS Debschwitz und die Prämie für die meisten Teilnehmer an das Goethegymnasium Rutheneum Gera seit 1608.
Pokal, Prämie und mit dem Sieg von Tom Wagner (45,13 sec.) erwies sich das Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium als erfolgreichste Schule bei den Sechstklässlern. Nur im Kampf gegen die Uhr bei den Mädchen war Sarah Zwick von der RS Debschwitz die Schnellere.
Auch in der Klassenstufe sieben erwiesen sich die Teilnehmer aus dem Karl-Theodor-Liebe-Gymnasiums als die Erfolgreichsten. Neben dem Pokal und der Prämie gewann Laura Sell (44,66 sec.) gewann das Zeitfahren. Bei den Jungs hatte dann aber Florian Saalmann aus der Integrierten Gesamtschule die Nase vorn.
Noch keine Kommentare vorhanden