Ilmenau (ke) - Die Konjunkturerholung im vergangenen Jahr hat sich auch positiv auf die Vorjahresbilanz der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau ausgewirkt. Sie konnte ihre Bilanzsumme im Vergleich zu 2010 um rund 17 Millionen Euro auf 1.045 Millionen Euro steigern.
Zur positiven Bilanz zählen die Sparkassenvorstände Marco Jacob und Sven Hauschild auch das um15 Millionen auf 838 Millionen Euro gesteigerte Einlagengeschäft und die Spareinlagen von insgesamt 576 Millionen, was einen Anstieg um vier Millionen Euro bedeutet. „Das spricht auch für das Vertrauen der Kunden in ihre Sparkasse“, freut sich Jacob über die positive Entwicklung.
Das Kreditgeschäft konnte um 14 Millionen auf 362 Millionen Euro gesteigert werden. Hauschild geht aufgrund der steigenden Anzahl offener Darlehenszusagen davon aus, dass „auch in 2012 die Kreditnachfrage lebhaft bleiben wird“. Von einer „Kreditklemme“ könne damit keine Rede sein.
Und so werde auch ein besonderes Kreditangebot zur energetischen Sanierung von Immobilien momentan gut nachgefragt. Zu einem Zinssatz von 2,99 Prozent werden diese Darlehen noch bis Ende April angeboten. Während die Wertpapier- und Bauspargeschäfte das Vorjahresniveau halten konnten, entwickelte sich auch das Versicherungsgeschäft positiv.
Etwa ein Drittel der Sparkassenkunden nutzen inzwischen die Möglichkeit des Online-Bankings, welches durch die Einführung des „chipTan-Verfahrens“ noch sicherer geworden ist.
„Gerade für komplexere Beratungen zu Anlagemöglichkeiten oder zur Altersvorsorge suchen die Kunden aber bevorzugt unsere Geschäftsstellen auf“, so Marco Jacob. Daher werde gerade auf diese persönliche Art der Beratung großer Wert gelegt. Um auch gewerblichen Kunden in Zukunft einen noch besseren Service bieten zu können, soll in der Arnstädter Lindenallee ein neues Beratungszentrum entstehen.
„Wir sind eine regionale Sparkasse und an den Ilm-Kreis gebunden“, begründet Hauschild das vielfältige Engagement der Sparkasse in der Region. Rund 340 Vereine aus den Bereichen Sport, Brauchtum, Soziales, Wissenschaft oder Kultur konnten sich über eine Zuwendung freuen. Insgesamt wurden aus dem Spendenetat, dem PS-Zweckertrag oder über Sponsorenvereinbarungen 370.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Mit 308 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Sparkasse Arnstadt-Ilmenau einer der größten Arbeitgeber in der Region. Momentan werden unter ihrem Dach 15 junge Menschen ausgebildet. „Daran wollen wir auch in Zukunft festhalten“, bestätigt Jacob. Auch stehe momentan keine der 25 Filialen zur Diskussion. „Wir werden die Nutzung aller Geschäftsstellen und Automaten regelmäßig überprüfen“, erklären die Vorstände, die sich bei Bedarf auch flexiblere Beratungszeiten vorstellen könnten.
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