Heiligenstadt (ts) - Bereits zum 633. Mal wurde am Pfingstwochenende in Heiligenstadt die Heimensteiner Kirmes gefeiert, ein Fest mit Tradition also. Traditionell fand am Pfingstmontag auch wieder der Festumzug statt.
Wie jedes Jahr ging es über den Heimenstein und durch die Lindenallee schließlich wieder zurück zum Klausberg. Und auch dieses Jahr war es wieder ein buntes Treiben, das von circa zweitausend Zuschauern am Straßenrand verfolgt wurde. Der Umzug hatte dieses Jahr insgesamt 31 Bilder aufzubieten die sich mit verschiedenen Themen beschäftigten, teils in ironisch-bissiger Art und Weise.
Zu den Teilnehmern des Umzugs zählten unter anderen die Reiter der Eichbach-Ranch, die Eichsfelder Ritterschaft, der Heiligenstädter Schützenverein oder auch der imposant kostümierte Freundeskreis der Konzerte im Barockgarten. Auch die bekannten Eiergirlanden durften als Straßenschmuck natürlich nicht fehlen. Als der Festumzug in der Lindenallee angekommen war legte er einen Halt bei Probst Durstewitz ein. Dieser richtete ein kurzes Grußwort an die Teilnehmer und die Besucher. Dies tat auch der Heiligenstädter Bürgermeister Bernd Beck. Er verwies auf die Bedeutung der Heimensteiner Kirmes für die ganz Heiligenstadt und pries Heiligenstadt als lebens- und liebenswerte Stadt. Im Anschluss daran wurde dann mit musikalischer Begleitung das Eichsfeldlied gesungen, bevor der Festzug sich auf den Rückweg machte. Die Kirmes hatte bereits am Pfingstsamstag mit einer Antenne-Thüringen-Party begonnen, gefolgt vom Einläuten der Kirmes und dem Kirmestanz am Pfingstsonntag. Auch nach dem Festumzug ging es noch weiter mit Blasmusik am Nachmittag und Kirmestanz am Abend. Am Dienstag klangen die Feierlichkeiten schließlich mit einem musikalischen Frühschoppen mit Frühstück aus. Auch die Vorbereitung der Kirmes folgt speziellen Traditionen, so gibt es zum Beispiel das "Grünesholen" am Sonntag nach Christi Himmelfahrt, wo ich Jungs und Mädchen in den Wald aufmachen um frisches Laub und Tannenreise zum Schmücken der Kapelle und für die zahlreichen Girlanden zu holen. Sicher werden all diese Traditionen auch kommendes Jahr wieder eine Neuauflage erleben, dann zum 634. Mal.
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