Die Akteure der Bioenergieregion Kulturland Kreis Höxter und die Vertreter der vier untersuchten Biogasanlagen (v.l.): Norbert Hofnagel und Alexander Hake (Bioenergieregion), Karl-Friedrich Buchholz (BGA Rittergut Helmern), Dennis Blöhse und Prof. Hans-Günter Ramke (Hochschule OWL), Heiner Wilhelms und Franz-Josef Hake (HKW Natzungen) und Dr. Michael Turk (Bio Energie Peckelsheim). Auf dem Foto fehlt Klemens Schmeink (BGA Beller).
© Foto: privatKreis Höxter (ozm) - Biogasanlagen können aus Pflanzenresten, Gülle und anderen Substraten Strom und Wärme erzeugen. Wie lässt sich mit weniger Substrat mehr Energie erzeugen? Im Rahmen der Bioenergieregion Kulturland Kreis Höxter führte die Hochschule OWL als Projektpartner des Kreises Höxter zu dieser Frage eine Untersuchung in heimischen Biogasanlagen durch. Die Ergebnisse wurden nun in einem Workshop der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Team unter der Leitung von Professor Hans-Günter Ramke arbeitete drei Jahre lang mit vier regionalen Biogasanlagenbetreibern zusammen, die den Forschern Einblicke in den Betrieb ermöglichten. Ziel war es, Wege zu ermitteln, die Ausbeute der Anlagen zu erhöhen, nicht jedoch durch den Ausbau, sondern durch eine Verbesserung des Betriebs. „Dies ist ein gutes Beispiel, wie unser Kreisprojekt ‚Bioenergieregion’ einen Mehrwert für die heimischen Energiewirte erzeugen kann“, sagte Landrat Friedhelm Spieker.
Rund 16 Biogasanlagenbetreiber interessierten sich für die Erfolg versprechenden Ergebnisse der Untersuchung. Über Monate hatten die Wissenschaftler die „Fütterung der Betonkühe“ genauestens erfasst und die jeweilige Energieausbeute der verschiedenen Substrate analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass durch intelligente Steuerung und technische Verbesserungen mit weniger Substrat eine gleichbleibende Energieausbeute erzielt werden kann. Die Methoden zur Erhöhung der Effizienz wurden durch Laboruntersuchungen an der Hochschule wissenschaftlich begleitet.
Im Workshop stellten die Forscher Lösungsansätze vor, die eine deutlich verbesserte Bewirtschaftung der untersuchten Biogasanlagen ermöglichten. Bis zu 20 Prozent des Inputmaterials konnten in einer der untersuchten Biosgasanlagen durch technische Veränderungen eingespart werden.
Wer sich für die Untersuchung interessiert, wendet sich an den Projektkoordinator der Bioenergieregion Kulturland Kreis Höxter, Alexander Hake, Telefon 05272/355755.
Mehr Informationen sind im Internet zu finden unter www.bioenergieregion.kreis-hoexter.de.
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