Holzminden (kai) - Eisstockschießen ist eine Sportart, die im Alpenraum große Tradition vorzuweisen hat. Hierzulande führt sie eher ein Schattendasein. Schluss damit, dachte sich Stadtmanager Ralf Schwager und rief den ersten Holzmindener Eisstock-Cup ins Leben. Vom 27. bis 30. Dezember kämpften zahlreiche Mannschaften um den Sieg. Austragungsort war die Holzmindener Eisbahn auf dem Marktplatz. Am Ende holte sich der PSV Holzminden 1 die erste Stadtmeisterschaft. Im Finale besiegten sie das Team Wild Hog 2, das vor Symrise Walking und Wild Hog 1 den zweiten Platz belegte.
Ziel des Spiels ist, die Stöcke von der Abspielstelle möglichst nah an die so genannte Daube heran zu spielen. Daran orientiert sich die spätere Punktevergabe. Die Daube ist eine Art Scheibe, die entfernt an einen vergrößerten Eishockey-Puck erinnert. Der Gewinner eines Spiels wird in mehreren Kehren, so heißen die einzelnen Durchgänge, ermittelt. Der Sport erfordert große Präzision und ein ruhiges Händchen - wenige Millimeter können über Sieg und Niederlage entscheiden.
Allem Ehrgeiz der teilnehmenden Mannschaften zum Trotz stand in Holzminden die Freude am gemeinsamen Spiel eindeutig im Vordergrund. Bei der Siegerehrung feierten die Gewinner gemeinsam mit den unterlegenen Mannschaften. Verlierer gab es keine, schließlich konnten sich alle über die erfolgreiche Endrundenteilnahme freuen. Ende des Jahres wird sich zeigen, ob der Titelverteidiger seinen Erfolg wiederholen kann. Der Eisstock-Cup soll in Zukunft häufiger ausgetragen werden.
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