Zuschauermagnet: Besonders der Schwerlast-LKW "Actros" erwies sich als Star der Veranstaltung.
© Foto: OttoHolzminden (ozm) - Vor kurzem fand auf dem Gelände des Autohauses Beineke auf der Landesgrenze Nordrheinwestfalens und Niedersachsens ein Tag der offenen Tür speziell für Nutzfahrzeuge statt. Den Besuchern bot sich ein breites Spektrum, das in dieser Form sonst kaum im Herzen des Weserberglandes zu finden ist. Vom typischen Handwerker-Transporter bis zu Lkw-Schwergewichten wie dem neuen Mercedes-Benz Actros war alles vertreten. Die Besucher – fast samt und sonders Fachleute aus unterschiedlichsten Branchen – begrüßten die Gelegenheit, direkt hier in der Region auch seltene Spezialfahrzeuge in aller Ruhe anschauen zu können. Auf besonderes Interesse stieß beispielsweise ein brandneues, voll ausgestattetes Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. Nicht nur ortsansässige Feuerwehrteams kamen, um diesen Mercedes-Benz Atego HLF 20/16 zu sehen. Andere seltene Ausstellungsexemplare waren beispielsweise ein neuer Unimog U400 für den Straßenräumdienst und das Baufahrzeug „Actros 4-Achser Mulde“ vom Aufbauhersteller Carnehl aus Pattensen.
Für die Spediteure und Lkw-Fahrer der Umgebung war natürlich der neue Actros ein Magnet. Der Schwerlast-Lkw findet sich erst seit Ende letzten Jahres auf dem Markt. Im Rahmen eines Fachvortrages zu Beginn des Tages plauderte der Referent Günther Wagner, Nutzfahrzeug-Experte aus der Mercedes-Benz Vertriebszentrale Deutschland, aus dem Nähkästchen. Das große Thema „wirtschaftliches Fahren“ stand im Mittelpunkt. Wer einen Lkw-Führerschein hatte, konnte den Actros auch gleich probefahren. „Für die Lkw-Fahrer aus den Speditionen und sonstigen Unternehmen mit einem Schwerlast-Fuhrpark ist es keine Selbstverständlichkeit, dieses noch sehr neue Modell spontan und ganz unkompliziert selbst mal zu testen. Die beiden Probefahrzeuge standen den ganzen Tag lang nicht still“, so Thomas Beineke, Geschäftsführer des Standortes Holzminden.
Für das mittelständische Handwerk waren eher Fahrzeuge wie der Sprinter mit einem Innenausbau von Boll, bereitgestellt von der Firma Rüger aus Holzminden, interessant. Abgerundet wurde dieses Familientreffen der „Mittel- und Schwergewichte mit Stern“ durch die Lkw-Oldtimer. Bei rustikalen Klängen von den Stahler Feldbergmusikanten, einem Frischgezapften oder einer Portion Pommes-Currywurst fand so jeder Besucher etwas zum Schauen.
Eine überraschende Erkenntnis hatte das betreuende Team am Rückfahrsimulator. Von den Lkw-unerfahrenen Besuchern, die sich im Rückwärts-Einparken am Simulator versuchten, legten die Kinder und Jugendlichen das größte Talent an den Tag. „Hier macht sich das spielerische Geschick der kleinen Computer- und Playstation-Spieler bemerkbar“, so Thomas Rüsing, Nfz-Serviceleiter im Autohaus Beineke. „Ein 10jähriger schaffte beispielsweise das Einparken eines Lkw mit Auflieger in einem Zug“. Damit die Väter in Ruhe mit den großen PS spielen konnten, gab es für die kleinen Besucher neben einer Hüpfburg auch noch die Möglichkeit, an der Carrera-Bahn oder am Tischkicker ihre Kräfte zu messen.
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