Saisoneröffnungsfahrt der „Flotte Weser“

Regnerischer Start der Personenschifffahrt

Beverungen (pv) – Es regnete wie aus Kübeln beim Andocken der zwei Flaggschiffe „Höxter“ und „Bad Karlshafen“ der „Flotte Weser“ am Beverunger Anleger. Zur Saisoneröffnungsfahrt hatten sich die Mitreisenden, die Begrüßungskommandos und auch die Zuschauer sicherlich besseres Wetter gewünscht.

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3 Bundesländer - 3 Sagengestalten: (v.l.) Ritter Dietrich (Hessen), Rattenfänger von Hameln (Niedersachsen) und Kiepenkerl aus Dalhausen (Nordrhein-Westfalen).

© Foto: Vössing


Allerdings sind die Schiffer auf der Oberweser im Moment sehr auf den Regen angewiesen. Die Weser führt nämlich nur wenig Wasser (Pegelstand in Bad Karlshafen am Samstag: 110 cm). Das ist man am Besten an den Buhnen zu erkennen. Jeder Liter Wasser tut dem Personenverkehr auf der Weser gut. Sonst geht die sprichwörtliche „handbreit Wasser unter dem Kiel“ verloren.
Dennoch konnte die Stimmung auf den Schiffen nicht besser sein. Die Reederbrüder Jörg und Frank Menze hatten vorgesorgt und über dem Deck eine Plane aufhängen lassen. So konnten die Fahrgäste die Saisoneröffnungsfahrt trockenen Fußes überstehen.
In Bad Karlshafen starteten die beiden Schiffe und gingen auf ihre zweitägige ca. 90 Kilometer lange Reise in Richtung Hameln.

© Peter Vössing


Bürgermeister Ullrich Otto begrüßte die Crews der beiden Schiffe und wünschte eine erfolgreiche Saison 2012. Bis zum 14. Oktober werden die Dampfer die Weser zwischen der nördlichsten hessischen Stadt und der Rattenfängermetropole befahren.
Traditionell wird die Saisoneröffnungsfahrt von zahlreichen Märchen- und Sagengestalten begleitet. Baron Münchhausen, der Rattenfänger aus Hameln, die Bremer Stadtmusikanten, Doktor Eisenbart und viele mehr bildeten das überaus bunte Bild an Bord der beiden Schiffe.
Erste Haltestelle war Herstelle. Hier warteten schon der Schifferverein, Bezirksausschussvorsitzender Klaus-Dieter Thesing und natürlich Karl, der Große mit seinem Gefolge auf die Flotte. Auch der Dalhauser Kiepenkerl hatte sein Rief auf den Rücken geschnallt und ging mit den „Karolingern“ und den Mitgliedern der deutsch-französischen Freundschaft an Bord. Musikkapellen und Imbissstände sorgten dafür, dass sich die Passagiere dort wohlfühlten.


Just in dem Moment, als die verspäteten Schiffe Beverungen erreichten, schickte Petrus einen ordentlichen Schauer Regen auf die Erde. Allerdings blieb der Spielmannszug/Musikkapelle Würgassen standhaft und begrüßte musikalisch die ankommenden Schiffe. Schon im Vorfeld hatte Dirigent Andreas Cooper mit seinem Orchester die Wartezeit der Passagiere, die in Beverungen an Bord gehen wollten, angenehm verkürzt.

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Der Kapitän der „Höxter“ öffnete die Tür der „Komandobrücke“ und begrüßte die Zuschauer an Land.

© Foto: Vössing


Bürgermeister Christian Haase hatte wohl mit besserem Wetter gerechnet. Im Anzug ohne Regenjacke wartete er auf die Ankunft der Schiffe. „Ich habe mich heute morgen bei der Aktion „Beverungen räumt auf“ schon warm gearbeitet“, erklärte der erste Bürger Beverungens seine leichte Kleidung.
Endlich trafen die Schiffe ein. Als Erste legte die „Höxter“ an. Übermütig sprang der Rattenfänger aus Hameln von Bord und wollte die Zuschauer mit seinem Flötenspiel auf die Dampfer locken.
Christian Haase freute sich auf den Saisonbeginn und bezeichnete die „Flotte Weser“ als eine Institution mit wichtiger touristischer Bedeutung für die Region. Er verteidigte den Regen, der für einen vernünftigen Wasserstand einfach dazugehört.

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Bei regnerischem Wetter durchfuhr die „Höxter“ das Tor von Beverungen.

© Foto: Vössing


Frank Menze, einer beiden Reeder, wies darauf hin, dass die Flotte Weser in diesem Jahr mit 9 Schiffen auf der Weser von Bad Karlshafen bis Bremen unterwegs ist und führte den historischen Raddampfer „Wappen von Minden“ als bedeutendes Flaggschiff der Flotte an. Dieser wird in der Region Minden, Oberweser, Mittelweser kreuzen.
Haase konnte an diesem Tag aus terminlichen Gründen leider nicht mitfahren. Aber dafür stieg die „Alte Garde“ zu und freute sich auf eine interessante Flussfahrt.
Beim Zwischenstopp in Wehrden wurden die Passagiere der Schiffe von Bezirksausschussvorsitzenden Günter Weskamp begrüßt, der sich seinen Vorredner mit dem Wunsch auf eine erfolgreiche Saison auf der Weser anschloss.
Weiter ging es dann für die Flotte nach Fürstenberg und Höxter. In Holzminden endete der erste Tag der Saisoneröffnung mit einem großen Hafenfest.

 

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