Beverungen (brv) - Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung beabsichtigt eine Reform und Umstrukturierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen, die für die Region der Oberweser erhebliche Auswirkungen haben können.
(v.l.) Der Vorsitzende des WSV Ralf Göllner, Ehrenvorsitzender Willi Schäfer, MdB Jürgen Herrmann, Bürgermeister Christian Haase, Bootshauswart Hans-Lorenz Vössing und Ehrenvorsitzender Franz Groppe
© privatEine Neuklassifizierung der Oberweser trifft zunächst vorrangig die Transport- und Fahrgastschifffahrt, aber auch für den Wassersport und die touristische Nutzung des Flusses sind die Auswirkungen derzeit nicht absehbar. Aus Sorge über die möglichen Folgen dieser Planungen hat sich der Vorsitzende des WSV Ralf Göllner an den heimischen Bundestagsabgeordneten Jürgen Herrmann gewandt und ihn zu einer persönlichen Aussprache in das Bootshaus des WSV eingeladen.
Im Beisein des Bürgermeisters der Stadt Beverungen Christian Haase, der seine Sorgen aus kommunaler Sicht vortrug, präsentierte Jürgen Herrmann zu dem anstehenden Themenkreis einen ausführlichen Fragenkatalog, den er als Mitglied des Haushaltsausschusses an den Staatssekretär im Verkehrsministerium gerichtet hatte. In seiner Antwort erklärt der zuständige Staatssekretär Scheurle u. a.:
„Für die Weser ist derzeit kein Rückbau der Anlagen vorgesehen und auch die Edertalsperre soll betrieben werden wie bisher. Somit sollten Tiefgang, Fließgeschwindigkeit und Befahrbarkeit, weiterhin stark abhängig von dem zur Verfügung stehenden Wasser, in der bekannten Größenordnung erhalten bleiben. Die Nutzung der Oberweser für den bisher durchgeführten Schwerlastverkehr, den Getreidetransport, aber auch den Verkehr mit Ausflugs- und Sportbooten bleibt insofern unverändert möglich." Im Antwortschreiben heißt es ergänzend weiter: „Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung beabsichtigt, eventuell notwendige Strukturverbesserungen an der Oberweser so durchzuführen, dass die bisherige Verkehrsnutzung erhalten bleiben kann."
„Trotz dieser durchaus beruhigenden Aussage des Ministeriums werden wir die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen", so der Vorsitzende des WSV Ralf Göllner. Auch MdB Herrmann erklärte noch einmal ausdrücklich, sich mit allen Kräften und im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Region an der Oberweser und die betroffenen Anrainer einzusetzen.
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