Kloster Veßra (wotan) - Das 1996 im Hennebergischen Museum Kloster Veßra wieder errichtete Dorfbrauhaus aus Wolfmannshausen, in welchem bis in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts noch Bier gebraut worden ist, war am 24. März 2012 Besuchermagnet beim traditionellen Bierbrauen.
Schon von weitem war Rauch zu sehen, welcher aus dem Schornstein des Brauhauses aufstieg und verkündete, dass ein alljährliches Ritual im Museum Kloster Veßra stattfand: das traditionelle Bierbrauen wie vor fast 300 Jahren. Die Innenausstattung des Gebäudes ist originalgetreu - Maischbottich mit Rührlöffel, gemauerter Brennofen mit Kupferkessel, Kühlschiff auf dem Dachboden und Gärbottiche im Gärraum.
Am Brauverfahren hat sich im Laufe der Jahrhunderte nichts grundlegend geändert. Zuerst erfolgt das Maischen, die geschrotete Gerste wird im Maischbottich im heißen Wasser gerührt. Danach erfolgt das Kochen der Würze, der Sud wird in die Braupfanne gepumpt und mehrere Stunden gekocht, wobei kurzzeitig Hopfen zugegeben worden ist.
Der nächste Schritt ist die Kühlung, dazu wird das Gebräu ins Kühlschiff gepumpt, gesiebt und über Nacht abgekühlt.
Es schließt sich die Gärung an, bei welcher die Würze in Gärbottiche geleitet und Hefe zugesetzt wird. Hier erfolgt die Vergärung des Malzzuckers in Alkohol und Kohlensäure, was je nach Temperatur und Hefe drei bis sechs Tage dauert.
Der letzte Schritt ist die Lagerung, bei der das Bier in Fässern abgefüllt sechs bis acht Wochen nachreifen muss.
Wenn es dann soweit ist - Prost!
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