Winterschönheit – wenn Hass zu Liebe wird

Jena (Dr.Al-Kuwaiti) - In Volksfabeln symbolisiert die Krähe meistens das Sterben oder das Böse. Ihr krächzen gilt als hässlich. Sie klaut und vergräbt ihre Baute.

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Winterschönheit – wenn Hass zu Liebe wird © Dr. Mohammed Al-Kuwaiti

Doch die Krähe ist in den Erzählungen besser als der Mensch. In der Geschichte von Adams Söhnen tötet Kain Abel im Streit. Dann ließ er seine Leiche liegen bis eine Krähe kam und begrub ihn später.
Die Krähe kommt bei jedem Wetter zurecht und in jedem Land. Weil sie leicht ist und wenig Fleisch am Körper haben. Es schmeckt nicht einmal. Dem Menschen auch nicht. Die Krähe frisst dagegen alles was sie findet.
Das Bild der schlechten Krähe ist so lange hängen geblieben, bis eine Liebe zu ihr entstand. Ich sah einen Dokumentarfilm, in dem eine Krähe mit einem Stock versuchte ihr Fressen aus einer Muschel zu bekommen. Ich mag Wahlnüsse sehr und meine Leidenschaft ist es, sie in Jenas Umgebung zu sammeln.

Daher ist mir etwas aufgefallen. Es war Winter. Ich hatte gemerkt, dass die Krähen wissen, wo man Walnüsse finden kann. Eigentlich versteckt sie sie im Herbst und vergisst nicht, wo sie vergraben sind. Oder sie sucht, wo Eichhörnchen sie versteckt haben. Eine andere Krähe plündert bei beiden. Aber das kann man sich nicht vorstellen.

Sie fliegt von der Lobdeburg zum Parkplatz vor dem Krankenhaus. Dann wirft sie mit ihrem Schnabel die Walnuss auf den Asphalt so dass die Nussschale reißt.
Dann dreht die Krähe sie und stößt und pickt auf sie ein. So wird es ihr leichter sie zu fressen.
Zwei Krähen kamen vor einer Woche in die Drackendorfer Straße. Da machten sie wieder fette Beute. Sie fraßen soviel sie konnten bis es nicht mehr ging. Aber ich kann nicht sagen, ob es die Überreste einer Ratte waren oder von etwas anderem.

Zur Schönheit der Winterzeit stehen die meisten Bäume nackt und sehen am schönsten aus. Die Äste strecken ihre Hände aus und die Baumaugen öffnen sich zur Schönheit, besonders an der Saale.





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