Menteroda (psk/ut) - Wirtschaftsminister Matthias Machnig folgte jetzt einer Einladung von Landrat Harald Zanker, den Unstrut-Hainich-Kreis zu besuchen. Im Mittelpunkt der einberufenen Diskussionsrunde stand das Wirtschaftsdreieck Menteroda, Ebeleben und Schlotheim.
v.l. Landrat Harald Zanker, Regionalmanagerin Stefanie Knöfler und Wirtschaftsminister Matthias Machnig im Gespräch mit Bürgermeistern und Unternehmern.
© Foto: utGastgebendes Unternehmen war die Menteroda Recycling GmbH, wo neben Geschäftsführer Diether Trautvetter die Bürgermeisterin von Schlotheim und der Bürgermeister von Ebeleben, der Ortsteilbürgermeister von Menteroda sowie weitere Bürgermeister des Umlandes den Gast erwarteten. Am Meinungsaustausch war zudem Steffen Rudloff, Geschäftsführer der Metallbau Spangenberg GmbH. Zunächst skizzierte Landrat Harald Zanker mit Unterstützung einer Power-Point-Präsentation das Potenzial der kreisübergreifenden Wirtschaftsregion Menteroda. Dabei betonte er die Bedeutung des Schiennetzes für gewerbliche Ansiedlungen. So sei beispielsweise die Gewinnung erneuerbarer Energien durch Biomasse (beispielsweise Baumkronenschnitt) eine Branche mit Zukunft, die von der Anbindung an ein Schienennetz profitieren kann. Mit der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) habe die Zusammenarbeit in diesem Bereich bisher nicht optimal funktioniert. Der Minister forderte dazu auf, sich an ihn persönlich zu wenden, wenn es darum gehe, wirtschaftliche Ansiedlungen zu beschleunigen. Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt war die Breitbandanbindung für die Region Menteroda-Pöthen-Obermehler. Insbesondere moderne Wirtschaftsbetriebe wie die Metallbau Spangenberg GmbH sind auf einen schnellen Datentransfer abgewiesen. Die Beantragung von Fördermitteln blieb bislang erfolglos. Matthias Machnig erklärte dazu, dass sein Ministerium zwei weitere Fördertöpfe für den Ausbau des Breitbandnetzes geöffnet habe. So könnten Anträge auch über EFRE (Europäischer Fond für regionale Entwicklung) gestellt werden, die allerdings nur bis zu 50 Prozent gefördert werden können. Kommunen die sich dazu entscheiden, würden bevorzugt gefördert werden, versprach der Minister. Landrat Harald Zanker erinnert an die intensive Unterstützung des Breitbandausbaus im Unstrut-Hainich-Kreis durch das Regionalmanagement. 21 Anträge seien bislang positiv beschieden worden, weitere 30 blieben jedoch bislang unbeantwortet. Die alternative Fördermöglichkeit soll nun rasch mit den betroffenen Kommunen beraten werden.
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