Sonneberg (PM Landratsamt/M. Volk) - Anfang Juli 2011 unterzeichneten Landrätin Christine Zitzmann und Vertreter der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. im Jugendzentrum Erholung in Sonneberg den Kooperationsvertrag des Projekts „Perspektivwechsel“.
Das Modellprojekt „Perspektivwechsel“ wird von der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. getragen und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des neuen Bundesprogramms „Toleranz fördern–Kompetenz stärken“ sowie der Landesstelle Gewaltprävention in Thüringen gefördert.
Als Fortbildungsreihe richtet es sich unter der Überschrift „Gegen Diskriminierung für Inklusion: Anti-Bias-Ansatz für die Jugendarbeit“ an Multiplikator/innen der Jugendarbeit. Konkret geht es um die Vermittlung pädagogischer Kompetenzen in den Themenfeldern Vielfalt und Diversität, um im Arbeitsalltag mit den Jugendlichen gegen jegliche Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung nachhaltig vorgehen können.
Das Modellprojekt „Perspektivwechsel“ unterstützt seit Jahren Lehrer/-innen, Sozialarbeiter/-innen, Jugendreferent/-innen, Wehrdienstberater/-innen und Mitarbeiter/-innen der öffentlichen Verwaltung in ihrem Handeln gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Die Leitziele des Projekts sind: Sensibilisierung der Adressaten und Adressatinnen für das Phänomen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) sowie Stärkung ihrer Handlungsfähigkeit und Kompetenz auf diesem Themengebiet.
Die Kooperationsvereinbarung mit dem Landratsamt gilt für den Zeitraum 2011 bis 2013 und dient der auf Dauer gestellten Umsetzung des Projektvorhabens sowie auf die Qualitätssicherung der geleisteten Arbeit. Im Rahmen der Kooperation sind mehrmodulige Fortbildungsveranstaltungen und Beratungsmodule geplant. Eine kontinuierliche und nachhaltige Verankerung der Projektsegmente in staatlichen, städtischen und kommunalen Einrichtungen wird angestrebt. Die Unterzeichnung der Kopperationsvereinbarung fand im Rahmen einer ersten Schulung der Fortbildungsreihe statt, so dass zahlreiche Akteure der örtlichen Jugendarbeit vor Ort waren.
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