Stehen als Vorreiter des Projektes (v.l.): Joachim Franzke, Christian Haase, Udo Schelling, Burkhard Deppe, Rüdiger Hölscher und Rainer Suhr.
© Foto: OttoKreis Höxter (mo) - Die Energiewende, sie ist in aller Munde. Sie ist ein Thema, wie es sich nicht nur auf internationalem Parkett gut schlägt, sondern auch in den Kommunen für Wirbel sorgt. Über kommende Jahrzehnte hinweg wird sie große Anstrengungen mit sich bringen, aber auch vielfältige Chancen, wie es die Städte des Kreises Höxter sehen. „Erneuerbare Energien stehen immer stärker im Fokus“, so Steinheims Bürgermeister Joachim Franzke. Gemeinsam mit seinen Amtskollegen Burkhard Deppe aus Bad Driburg und Christian Haase aus Beverungen wurde eine Planungsgruppe gegründet, um sich intensiv mit der Entwicklung von Windparks zu befassen. „Man ist angetreten, wie im Schulentwicklungsplan globaler vorzugehen“. Die übrigen Städte des Kreises werden dabei in den nächsten Wochen entscheiden, ob sie sich dieser Gruppe anschließen werden.
Die Windkraft als Energie-Ressource besitzt, obwohl bereits vorhanden, im Weserbergland noch großes Potenzial. Zurzeit aber gilt es noch, zu prüfen, wo es wirtschaftlich am sinnvollsten ist, neue Windkraftgebiete auszuweisen. Mitentscheidend sind dabei wirtschaftliche, aber auch touristische Faktoren.
„Wir haben keinen Druck dahinter“, so Haase, „Es ist en Abwägungsprozess mit sachlicher Fundierung“.
„Bürger-Windparks sind das erklärte Ziel“, fasste Franzke die Quintessenz zusammen. Der Plan ist, Betroffene zu Beteiligten zu machen. Werden die Bürger in die Energiewende einbezogen und erhalten sie die Chance, zu investieren und Rendite zu ziehen, wird auch die Akzeptanz größer und schafft Identifikation, so ist man sich sicher. Mit Photovoltaik war es ähnlich; die Bürger-Windparks werden den Rahmen allerdings wesentlich vergrößern.
Man plant dabei auch, den Strom von Anfang bis Ende selbst zu vermarkten - indem die Bürger sich an diesen Projekten beteiligen, wäre ein rentabler Wertschöpfungskreislauf geschaffen, denn das Geld bliebe in der Region und ginge nicht an Investoren von außen.
Die erste Aufgabe der Projektgruppe ist es nun, Grundstückseigentümer und Interessierte in die Planungen einzubeziehen. Ansprechpartner sind die Betriebsleiter der Stadtwerke Beverungen (Rüdiger Hölscher, Tel. 05273/368810), Bad Driburg (Rainer Suhr, Tel. 05253/881800) und Steinheim (Udo Schelling, Tel. 05233/949224).
„Aktuell geht es darum, das Signal zu setzen“, so Hölscher. „Wir sind da, und wir werden dieses Projekt vorantreiben für alle Bürger, die sich beteiligen wollen.“
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