Vortrag zum Thema „Cybercrime“

Für die Gefahren des Internets sensibilisiert

Bild anzeigen

Engagiert machte Katharina Will von der Polizei Höxter auf die Gefahren des Internets aufmerksam.

© Foto: privat

Höxter (ozm) - Der Umgang mit den Neuen Medien stellt für die meisten Schülerinnen und Schüler eine Selbstverständlichkeit dar, beinhaltet aber auch riskante Gefahren. Darauf machte Katharina Willberg von der Polizei Höxter im Rahmen ihres Vortrags zum Thema „Cybercrime“ aufmerksam, den sie vor Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 8 am Gymnasium St. Xaver hielt.
Deutlich wurde dies u. a. an dem Beispiel „Cybermobbing“: Katharina Willberg führte den Jugendlichen anschaulich vor Augen, wie schnell jeder bzw. jede davon betroffen sein kann, wie sich aber auch jeder bzw. jede dagegen zur Wehr setzen könne. Schließlich handelt es sich bei Beleidigungen, Nötigungen oder Bedrohungen im Internet in gleicher Weise um eine Straftat, wie dies auch in der „realen Welt“ der Fall ist. Daher seien auch alle, die Zeugen einer solchen Tat seien, gesetzlich dazu verpflichtet, zu helfen und zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen, wie Katharina Willberg erläuterte.
Ebenso stellt die Verbreitung extremistischer Inhalte eine Gefahr dar: Mit zunächst noch recht harmlos, weil gedankenlos wirkenden Fotos oder Videos werde zunehmend versucht, unter jungen Menschen extremistische Ansichten zu verbreiten und sie so nach und nach für sich zu gewinnen. Deshalb sei es umso wichtiger, kritisch mit entsprechenden Inhalten umzugehen – auch deshalb, weil das Besitzen solcher Inhalte, z. B. durch das Speichern auf dem Smartphone, eine Straftat darstellt. Bekomme jemand eine Nachricht geschickt, die extremistisches Gedankengut beinhalte, sei diese Person verpflichtet, die Nachricht zu löschen und diese Straftat zur Anzeige zu bringen – ein Umstand, dem viele keine Beachtung schenken, weil sie vermeintliche Freunde nicht „ans Messer liefern wollen“, wie Katharina Will hervorhob.
Daran und an einigen weiteren Beispielen wie u. a. dem Recht am eigenen Bild oder dem Urheberrecht wurde exemplarisch deutlich, dass es sich beim „World Wide Web“ eben nicht um einen rechtsfreien Raum handelt, sondern dass jeder bzw. jede – auch im Internet – Verantwortung für sein Handeln tragen muss – eine wichtige Erkenntnis, die die Bedeutung des Vortrags vor Augen führt.

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder