10 Jahre Ortsheimatpfleger in Brenkhausen

Nachfolger für Hans Braune gesucht

Brenkhausen (ozv) - Seit 33 Jahren lebt Hans Braune in Brenkhausen, vor 10 Jahren wurde er Ortsheimatpfleger in seiner neuen Heimat. „Wir waren damals sehr froh, dass wir mit ihm jemanden gefunden haben, der die Ortsheimatpflege wiederaufgebaut hat“, sagt Ortsausschussvorsitzender Martin Finke.

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Ortsheimatpfleger Hans Braune (v.l.), Unterstützer Wilhelm Bertels und Ortsausschussvorsitzender Martin Finke suchen jemanden, der zukünftig den Raum des Ortsheimatpfleger im Dorfgemeinschaftshaus Brenkhausen bezieht.

© Foto: Sebastian Vogt/Stadt Höxter

Jetzt wird aber auch für ihn ein Nachfolger gesucht. „Der oder diejenige findet eine gute Grundlage vor“, so Finke: „Wir haben eine Heimat für den Ortsheimatpfleger gefunden.“ Gemeint ist damit der spezielle Raum im Dorfgemeinschaftshaus in der alten Grundschule. Darüber hinaus steht in Brenkhausen der Heimatpfleger auch in der Satzung des Kulturvereins und ist dort Mitglied im erweiterten Vorstand.
Außerdem ist es Braune gelungen, über einen Stammtisch ein Team aufzubauen mit Personen, die bereit sind sich ebenfalls einzubringen. Andreas Wulf, Willhelm Bertels und Martin Weinholz wollen auch weiterhin als "Teamplayer" zur Verfügung stehen.
Überhaupt erhalte der Ortsheimatpfleger viel Unterstützung, findet Braune. Auch Kreisheimatpfleger Hans-Werner Gorzolka und die Archive von Stadt und Kreis helfen viel und stehen immer für Nachfragen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es regelmäßig treffen aller Ortsheimatpfleger.
In den 10 Jahren seiner Amtszeit hatte Braune viele verschiedene Projekte angegangen. So hat er unter anderem die Familiengeschichte der aus Brenkhausen stammenden Sarrazins erforscht. Auf das Thema stieß er eher zufällig, als er in einem anderen Projekt die Grabsteine und dazugehörigen Namen auf dem Friedhof festgehalten hat.
Ein ganz besonderes Anliegen war für ihn jedoch die ehemalige Schule. Dort hat er die Fotos der Schuljahrgänge dokumentiert. „Ich habe als Ortsfremder die Namen zu den Schülerinnen und Schülern gesucht, das war gar nicht so einfach“, erinnert sich Braune: „Da muss man schon aktiv auf die Leute zugehen.“ Bei den Stammtischen seien aber gerade durch solche Bilder auch immer wieder lebhafte Erinnerungen aufgekommen.
Darüber hinaus gab es für Braune viele kleine Glücksmomente: „Ich habe in den 10 Jahren viele Anfragen bekommen von Menschen aus den USA, die Großeltern in Brenkhausen hatten. Da freut man sich, wenn man auch mal nach etwas längerer Suche die Vorfahren ausfindig machen kann.“
Nach über 10 Jahren führt Braune das Amt aber inzwischen nur noch kommissarisch aus. Der Ortsausschuss Brenkhausen sucht jemanden, der die Aufgabe zukünftig übernimmt. Dann könnte die Ausgestaltung des Amtes auch ganz anders aussehen.
„Das Alte hier ist schon geschrieben - dank des Klosters und der entsprechenden Forschung“, sagt Braune. Über 250 Seiten der alten Dorfchronik hat er bereits übersetzt: „Das ist eine Arbeit, auf die ich sehr stolz bin.“
Als Nachfolger hofft man nun auf jemand, der die aktuelle Geschichte weiterschreibt und das alltägliche dokumentiert. So könne man zum Beispiel den ganzen Ort und alle Häuser aufnehmen. „Man sollte nicht an jetzt denken, sondern an die nächste Generation, die einmal fragen wird, wie Brenkhausen 2020 aussah“, gibt Braune dem zukünftigen Ortsheimatpfleger mit. Wer auch immer die Aufgabe übernimmt, auf ihn oder sie warte eine tolle, wechselhafte Aufgabe.
„Der Nachfolger oder die Nachfolgerin wird sich aber selbst die Prioritäten festlegen und die Arbeit selbst einteilen können“, macht Martin Finke deutlich: „Es sollte eine Person sein, die federführend die Ortsheimatpflege betreut. Wenn darüber hinaus jemand mitarbeiten kann und möchte, kann man sich gerne auch einen eignen Schwerpunkt, wie Vereine oder Kirche, suchen.“ Wer sich für das Amt des Ortsheimatpflegers interessiert, kann sich bei dem Ortsausschussvorsitzenden melden.
„Es gibt so viele Dinge, die man machen kann, aber man braucht Interesse“, sagt Hans Braune und betont: „Er macht Spaß, der Job.“

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