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Wenn der Notarzt selbst in Not ist

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Bei einer gemeinsamen Fortbildungsreihe des Notarztträgervereins und dem Klinikum Weser-Egge standen Notfallsituationen in der Palliativmedizin im Mittelpunkt (von links): Dr. Rolf Schulte (links), Dr. Liane Sickmann und Prof. Dr. Bernd Alt-Epping.

© Foto: privat

Höxter (ozm) - Wenn Notärzte zu palliativ versorgten Patienten gerufen werden, geraten sie häufig selbst in Not. Sollen sie das Leben der Person, die bereits vor dem Hilferuf im Sterben lag, retten? Über diese und weitere Fragen ist bei einer gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung des Notarztträgervereins im Kreis Höxter und dem St. Ansgar Krankenhaus diskutiert worden.
"Unsere Notärzte geraten in solchen Situationen in einen Konflikt. Sie sind alleine vor Ort und müssen häufig eine schnelle Entscheidung fällen ", sagt Dr. Rolf Schulte, Vorsitzender des Notarztträgervereins und Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie am St. Vincenz Hospital Brakel. Ärzte, Pflegende oder Mitarbeiter im Rettungsdienst werden in diesem Moment mit Situationen konfrontiert, für die keine eindeutigen Vorgehensweisen definiert sind. Dadurch käme es häufig zu vom Patienten nicht gewollten Behandlungen, führt Dr. Schulte weiter aus.
Auch Dr. Liane Sickmann, Kommissarische Leiterin der Medizinischen Klinik III für Onkologie, sieht an dieser Stelle Handlungsbedarf. "Es muss alles dafür getan werden, den Notärzten die Last und Sorge davor, sich aus ihrer Sicht falsch entschieden zu haben, zu nehmen. Auf solche Situationen müssen sie besser vorbereitet werden", sagt sie. Die Palliativmedizin sei im Bewusstsein der Bevölkerung präsent, immer mehr Patienten werden mittlerweile ambulant versorgt.
Als Referent für die Fortbildungsveranstaltung konnte Prof. Dr. Bernd Alt-Epping von der Klinik für Palliativmedizin der Universitätsklinik Göttingen gewonnen werden. Er gab den 50 Teilnehmern einen Überblick über den aktuellen Stand der Palliativmedizin, vor allem hinsichtlich einer Akutversorgung palliativer Patienten.

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