Ausstellung an besonderem Ort

zeitVerbleib im Wasserschloss

Von Inge Seidenstücker

Wülmersen – Riesige Tropfen aus Jute hängen wie eine Traube am Eingang des Gewölbekellers von der Decke und empfangen die Besucher einer Ausstellung der drei Künstlerinnen Monika Bodenmüller, Christine Ermer und Katharina grote Lambers im Wasserschloss Wülmersen.

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Eine Traube aus Jute von Monika Bodenmüller empfängt die Besucher am Eingang ins Gewölbe der Herrenhausruine.

© Foto: Seidenstücker

Schon lange gab es hier keine Ausstellung mehr und viele der Besucher zeigten sich überrascht über das Potential der Räume unter der Herrenhausruine, die kürzlich ein neues transluzides Dach mit Photovoltaik erhielt. Die Ausstellung „zeitVerbleib“ zeigt in den kargen Räumen ganz unterschiedliche Objekte. Malerei, Skulturen sowie Installationen. So unterschiedlich wie die Arbeiten der drei Künstlerinnen aus Hofgeismar auch sind, haben sie doch ein Thema gemein, nämlich die Natur. Wie die Wege der Kunst nicht immer geradlinig sind, ist auch der besondere Ausstellungsort nicht immer ganz eben. Man muss schon auch auf den Boden und die Höhe der Türöffnungen achten, geht man durch die Ausstellung.

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Holzamphoren von Christine Ermers die in den Raum zeigen, geben Raum zum Weiterdenken. Links Bilder von Katharina grote Lambers.

© Foto: Seidenstücker

Die Exponate ergeben eine spannende Mischung aus konkret und abstrakt und geben viel Raum für Assoziation. Wie beispielsweise die gestapelten Holzobjekte, die an Amphoren erinnern und in den Raum zeigen (Ermers) oder die Stele, die die Farbe Blau zum Leuchten bringt (grote Lambers) sowie die Serie von Gipsobjekten (Bodenmüller). So verschieden die Kunst, geht sie doch eine harmonische Beziehung zum Ausstellungsort ein. Denn ganz anders, wie in einem Museum vor weißen Wänden, stellt das Gewölbe eine ganz andere Herausforderung für die Aussteller dar und verleiht damit der Ausstellung einen ganz besonderen Charakter.
Für einen passenden musikalischen Rahmen zur Eröffnung sorgte das Gitarrenduo Andreas Bäuer und Max Bodenmüller, die unter anderem eigens ein Stück für die drei Künstlerinnen komponiert hatten. Die Einführung in die Ausstellung gab die Kunsthistorikerin Dr. Ellen Markgraf.
Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 12. September 2021, mittwochs bis sonntags, von 14 bis 19 Uhr.

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