Hochwasserschutz

Auenlandschaft wird wieder hergestellt

204 000 Euro Zuschuss vom Land für Renaturierung von Nebengewässer der Diemel zugesichert. Staatssekretär Mark Weinmeister überreichte Bewilligungsbescheid an Bürgermeister Bernhard Klug.

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Über den Bewilligungsbescheid, den Staatssekretär Mark Weinmeister an Bürgermeister Bernhard Klug überreichte, freuten sich auch die Stadtratsmitglieder. V. Li. Ortsvorsteher Manfred Wörner, Wilfried Assauer, Staatssekretär Mark Weinmeister, Bürgermeister Bernhard Klug, Manfred Schäfer, Wilfried Stenda und Ingenieur Stephan Wenning. © Seidenstücker

Trendelburg (IS). Während in der Vergangenheit mit viel Aufwand die natürlichen Verläufe der Gewässer begradigt wurden, geschieht heute nachdem man weiß, dass diese Maßnahme Hochwasser eher fördert, wieder rückgebaut und der alte Zustand wieder hergestellt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass durch die Begradigung eine höhere Fließgeschwindigkeit zustande kommt und Flora und Fauna zudem beeinträchtigt wurden.
Bereits im März 2008 hatte die Stadt Trendelburg einen Förderantrag für eine Maßnahme zur Wiederherstellung naturnaher Gewässer, einschließlich ihrer Ufer und Auen, gestellt. Gewässer ohne Namen sollen wieder in die Wiesenaue zurückverlegt werden. Konkret geht es um die leicht solehaltige Quelle unterhalb des Freibades und den Gewässern in den Wiesen daneben, die allesamt in die Diemel fließen.
„Wir streben eine naturnahe, mäandrierende Gewässerführung mit wechselnden Uferformen an“, so der Bürgermeister in seiner Erklärung. So sollen die Böschungen des zur Zeit noch tief eingeschnittenen Gewässers abgeflacht werden und versetzt angeordnete Sohlschwellen, sowie der Einbau von Todholz und einzelnen Störsteinen, zu einer Erhöhung der Sohle führen. Neben dem Hochwasserschutz, soll die typische Auenlandschaft wieder hergestellt werden und damit die Förderung der Ansiedlung auenspezifischer Pflanzen und Tiere.
Der anfallende Erdaushub wird für die Neugestaltung von Parkplätzen für die Freibadbesucher verwendet. „Auch, so Klug, werden diese so gestaltet, dass die Fahrzeuge nicht mehr parallel zur Straße „Zur Abgunst“ parken, sondern annähernd im rechten Winkel, was das Einparken und die Durchfahrt von landwirtschaftlichen Fahrzeugen erleichtert.“
Auch freute er sich, dass die Maßnahme eine hervorragende Gestaltung des Übergangs von Bebauung, dem gerade entstehenden Ärztehaus und einem eventuellen Seniorenheimes, zur freien Landschaft darstellt.

„Die Förderung einer solchen Maßnahme liegt im besonderen Interesse der Umweltbehörde“, erklärte Staatssekretär Weinmeister. Ist diese schließlich von der Europäischen Union aufgefordert die Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu bringen. So soll dies in Bezug auf die Wasserrahmenrichtlinie bis 2015 erfolgen. „Hier ist noch einiges zu leisten“, so Weinmeister. Auch die Kommunen sind dabei besonders gefordert. Da deren finanzielle Mittel derzeit mehr als begrenzt sind, werden diese Maßnahmen vom Land bis zu 85 Prozent gefördert. Für Trendelburg wird dieser Rahmen mit 204 400 Euro Fördergelder voll ausgeschöpft.
Mit der Wiederherstellung der Auelandschaft und der Verhinderung von Hochwasser gewinnen die Trendelburger wieder ein großes Stück mehr an Lebensqualität.

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