Junge Menschen machen Mut und schenken Freude mit Briefen

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Junge Briefeschreiber nutzen die Zeit zuhause und machen älteren Menschen mit der Herzenspost-Aktion der youngcaritas Warburg des Sozialdienstes katholischer Frauen eine Freude.

© Foto: privat

Warburg (wrs) - Junge Briefeschreiber nutzen die Zeit zuhause und machen älteren Menschen mit der Herzenspost-Aktion der youngcaritas Warburg des Sozialdienstes katholischer Frauen eine Freude. Dank des Engagements der Briefeschreiber bekommen momentan Senioren Post, die nur sehr geringen Kontakt zur Außenwelt haben. Normalerweise ist für viele Menschen, die im Senioren- oder Pflegeheim leben, der Besuch von Verwandten und Freund*innen eine schöne Abwechslung im Alltag. Aufgrund der ergriffenen Maßnahmen, die die Corona- Pandemie verlangsamen sollen, finden momentan weniger Besuche von außerhalb statt. „Dies ist für einige Bewohner nicht ganz unproblematisch und es kann zu Einsamkeitsgefühlen kommen. Die Herzenspost-Aktion möchte dem entgegenwirken,“ so Katja Walther, Projektleiterin der youngcaritas Warburg des Sozialdienstes katholischer Frauen, die die Aktion initiierte. Seit einigen Wochen bekommen die Bewohner des Seniorenzentrums Stankt Johannes Post von jungen Menschen aus der Umgebung und dies kommt gut an. "Unsere Senioren freuen sich sehr über die Grüße. Die jungen Briefeschreiber geben sich viel Mühe und senden schön gestaltete Briefe, Postkarten, Gebasteltes oder Gedichte“, sagt Monika Volkmann, Leiterin des Sozialen Dienstes im Seniorenzentrum Sankt Johannes, die die Aktion begrüßt.
"Wir vermissen die Besuche von unseren Angehörigen und Freunden. Es ist ein schönes Gefühl, dass jemand an uns denkt und wir etwas vom Leben draußen mitbekommen“, äußert sich eine Seniorin (93), die sich über die lieben Zeilen der jungen Menschen freut. „Solidarität und Mitgefühl sind Werte, die in heutigen Zeiten immer wichtiger werden. Junge Menschen haben durch die Teilnahme an der Herzenspost-Aktion die Möglichkeit, sich einzubringen und anderen in dieser besonderen Zeit zu helfen,“ betont Katja Walther.
Sowohl Jugendliche und junge Erwachsene, die über die sozialen Medien (Facebook, Instagram) auf die „Herzenspost“ aufmerksam wurden als auch junge Menschen, die bereits bei anderen youngcaritas-Aktionen dabei waren, greifen zu Stift und Papier. „Ich finde es schön, dass wir mit der Herzenspost den Menschen eine kleine Freude bereiten können. In meinem Brief habe ich von meinen Spaziergängen an der Diemel berichtet, damit die Senioren ein wenig vom Alltag mitbekommen und sich nicht einsam und distanziert fühlen“, sagt Sonja Kevenhörster. Bis zu den ergriffenen Maßnahmen der Coronapandemie hat sie gemeinsam mit Julia Fuchs, Dana Thonemann und Diana Berendes die Senioren einmal monatlich besucht und dabei wertvolle Erfahrungen in den Begegnungen mit den älteren Menschen gesammelt. Die „Herzenspost“ wurde auch von Jugendgruppen und Schulen aufgegriffen. Die Sekundarschule Warburg, das Hüffertgymnasium, das Gymnasium Marianum, das Theresia- Gerhardinger-Berufskolleg sowie das Jugenddorf Petrus Damian unterstützen unter anderem die Aktion als Multiplikatoren.
„Gerne haben wir uns auch vom Pastoralverbund beteiligt und die Jugendlichen, die sich auf die Firmung vorbereiten, eingeladen, an der Herzenspostaktion zu teilzunehmen. Das ist eine tolle Gelegenheit, sich auch in Zeiten von Corona zu engagieren und Mitmenschen zu helfen“, sagt Pfarrer Johannes Insel, der die Teilnahme an der Herzenspostaktion den Jugendlichen im Rahmen der Firmvorbereitung ans Herz gelegt hat. Aber was schickt man auf den Weg, um jemandem, den man nicht kennt, eine Freude zu machen? „Die Empfänger freuen sich über Geschichten aus dem Alltag des Briefeschreibers, um etwas vom Leben draußen zu erfahren. Kurze Gedichte, Geschichten oder Rätsel, die man dem Brief beilegt, kommen auch gut bei den Senioren an,“ so Katja Walther. „Junge Menschen sollen die Erfahrung machen, dass es Freude macht, sich sinngebend zu engagieren. Besonders die aktuelle Situation erfordert Gelegenheiten wie die Herzenspost, um sich einzubringen und Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen“, fährt sie fort.
Junge Menschen, die bei der Herzenspost-Aktion mitmachen wollen, können sich an Katja Walther, Projektleiterin der youngcaritas Warburg beim Sozialdienst katholischer Frauen wenden (k.walther@skf-warburg.de, 0173 1690647). Ehrenamtliches Engagement in anderen Bereichen ist ebenfalls möglich. Der youngcaritas-Standort fungiert ebenfalls als Engagement-Beratungsstelle. Eigene Interessen und Ideen für soziale oder ökologische Projekte können eingebracht werden. Weitere Infos unter www.youngcaritas.de/warburg.

Hintergrundinformationen
zur Aktion:
Alle Infos zur Aktion findet unter www.youngcaritas.de/warburg.
An bereits über 25 Standorten in ganz Deutschland finden Briefe-/Kartenaktionen der youngcaritas statt, um den Alltag der Bewohner*innen in den Einrichtungen aufzuhellen und das Gefühl von Einsamkeit zu mildern. Junge Menschen schreiben dabei einen Brief oder eine Karte und bereiten anderen Menschen eine Freude! In Warburg wurde die Aktion von der youngcaritas Warburg beim Sozialdienst katholischer Frauen initiiert.

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