Weimar (csh/mg) – Deutschland denkt um, Thüringen zieht mit am Strang und die so genannte Energiewende wird nun auch in Weimar vorangetrieben. Die neugegründete Genossenschaft „Energie in Bürgerhand Weimar e.G. i.G.“ hat sich zum Ziel gesetzt, „eine möglichst sichere, regionale, nachhaltige und preisgünstige Versorgung mit Energie und Wasser zu fördern. Ein Baustein zum Erreichen dieser Ziele ist die Entwicklung von Photovoltaikprojekten und der Betrieb der Solarstromanlagen in genossenschaftlicher Form“, so Matthias Golle (Vorstand der „Energie in Bürgerhand Weimar e.G. i.G.“ und Chef der Weimarer Solarenergie-Firma „Extrawatt“). Initiiert wurde die Gründung von Bürgern aus Weimar und dem Weimarer Land, unterstützt von der Thüringer Energie Agentur (ThEnA), dem Bund der Selbständigen Thüringen (BDS) und der Deutschen Gesellschaft für Solartechnik Thüringen (DGS).
Der Vorstand und Aufsichtsrat der Energie in Bürgerhand Weimar eG i.G (v.l.): Dr. Matthias Klauß, Dipl.-Ing. Matthias Golle, Dipl.-Ing. Robert Schwarz, Dipl.-Ing. agr. Katrin Karpe und Rechtsanwalt Rolf Menzel
© Foto: privatIn den vergangenen Jahren sind Energiegenossenschaften in ganz Deutschland entstanden. Am 19. Juli war es ebenfalls in Weimar soweit: „Energie in Bürgerhand Weimar e.G. i.G." wurde ins Leben gerufen. Das Ziel der Initiative ist, die Energiewende in der Region voranzubringen unter Einbeziehung der Bewohner Weimars und des Weimarer Umlands. Dabei steht die Beteiligung an Bürgerkraftwerken und an den Verteilungsnetzen mit im Vordergrund, die zugleich zu einer Stärkung der regionalen Wirtschaft führen soll. Der Umgang mit vorhandenen Ressourcen soll sparsam erfolgen und Projekte zur effizienten Nutzung regenerativer Energiequellen sollen unterstützt und mit entwickelt werden. So die allgemeinen Zielvorstellungen.
Es waren 14 Mitglieder bei der formellen Gründung der „Energie in Bürgerhand Weimar e.G. i.G.“. Weitere Interessenten haben angefragt. Ein Anteil für jedes Mitgliedes beträgt 500 €. Die ehrenamtliche Vorstandsführung der Geschäfte und der Genossenschaft haben Dr. Matthias Klauß und Dipl.-Ing. Matthias Golle übernommen. Sie werden vom Aufsichtsrat (Dipl.-Ing. agr. Katrin Karpe, Dipl.-Ing. Robert Schwarz und Rechtsanwalt Rolf Menzel) unterstützt und kontrolliert.
„Viele Gründungsmitglieder der Genossenschaft arbeiten auch beruflich in unterschiedlichsten Bereichen seit Jahren an der Energiewende in Weimar und können daher auf einen umfassenden Erfahrungsschatz in der Realisierung von Erneuerbare Energien Projekten und entsprechende Referenzen verweisen“, bestätigt Matthias Golle. „Die Genossenschaft ist offen für alle Interessierten Bürger, die die satzungsgemäßen Voraussetzungen, wie z.B. den Wohnsitz oder Arbeitsort zum Zeitpunkt des Eintritts in Weimar oder im Weimarer Land zu haben, erfüllen.“ Sie bewirbt sich bei der Ausschreibung von 13 Dachflächen der Stadt Weimar um 9, auf denen Solaranlagen betrieben werden sollen. Hierfür sind weitere Anteile zu erwerben und ein Kredit bei einer Bank aufzunehmen. Für die regionale Stromversorgung würde dieses Angebot einen enormen Fortschritt bedeuten. „Ein erstes konkretes Projekt im Weimarer Land befindet sich bereits in der konkreten Planung.“ kündigt Matthias Golle an.
Sind Sie interessiert? Nehmen Sie Kontakt zu Robert Schwarz (Stellvertreter im Aufsichtsrat der Energie in Bürgerhand Weimar eG (iG)) auf: E-Post: robert.schwarz@thena.de, Telefon: (0 36 43) 4 96 52-50, Fax: (0 36 43) 4 96 52-51
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