Heldburg (wotan) - Am 21. April 2012 wurde auf der Veste Heldburg unter Teilnahme zahlreicher Prominenz eine Pilotausstellung des Deutschen Burgenmuseums eröffnet.
Die Bürgermeisterin Anita Schwarz, gleichzeitig Erste Vorsitzende des Trägervereins Deutsches Burgenmuseum Veste Heldburg e. V. konnte zur Eröffnung der Pilotausstellung am 21. April 2012 im Heidenbau der Veste Heldburg zahlreiche Prominenz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik begrüßen.
Die Veste Heldburg sei ein Motor zur Belebung des Tourismus, Tage wie diese machten Kraft. Für den Wiederaufbau der Fränkischen Leuchte habe seit der Wende ein breites Bündnis agiert und mit dem Deutschen Burgenmuseum werde ab 2015 die Veste Heldburg in ganz Deutschland und darüber hinaus bekannt werden.
Landrat Thomas Müller hob hervor, die Eröffnung der Pilotausstellung des Deutschen Burgenmuseums sei für alle, welche die Veste Heldburg begleiten, ein Höhepunkt. Es eröffnen sich großartige Perspektiven über den Landkreis Hildburghausen und das Land Thüringen hinaus. Er erinnere sich noch des Richtfestes für den französischen Bau im Jahr 1990, an welchem Otto von Habsburg teilgenommen habe. Die Veste war noch eine Ruine und das heutige Aussehen nur schwer vorstellbar. Die Stiftung mit Professor Paulus habe Unglaubliches geleistet. Der Aufbau eines Deutschen Burgenmuseums bringe Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland nach Heldburg.Der Landkreis Hildburghausen werde mit Zustimmung des Kreistages alle Fördermöglichkeiten für das großartige Projekt ausschöpfen.
Professor Dr. Ulrich Großmann begann seine Rede mit der Darlegung vieler Klischees vom mittelalterlichen Leben auf Burgen: Ritterkämpfe; Gelage, bei denen mit Knochen geworfen wurde; Verließe mit Gefangenen; Folter und zentnerschwere Rüstungen.Im deutschsprachigen Raum gäbe es etwa 25.000 Burgen, aber nur von etwa fünf sei die Funktion aller Räume geklärt. Das Deutsche Burgenmuseum werde die Entwicklung der Burgen von den Anfängen des Mittelalters bis heute, die geschichtlichen Bedingungen, die verschiedenen Gebäude einer Burganlage und das Leben in einer Burg erläutern und erlebbar machen.
Die Festveranstaltung wurde vom Münchner Behördenorchester künstlerisch umrahmt, wobei Cellist Raphael Paratore die Zuhörer besonders begeisterte.
Anschließend führte Professor Dr. Graßmann durch die Pilotausstellung und erläuterte an zahlreichen Modellen bekannte Burgen, wie beispielsweise die Wartburg, das Marburger Schloss oder die Veste Heldburg.
Eine gesonderte Ausstellung von Playmobil zeigte Kinderspielzeug in Form von Burgen und Rittern.
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