Heldburg (wotan) - Am Ostersonntag 2012 hatten sich tausende Naturfreunde in Heldburg versammelt, um drei Strecken unter die Wanderschuhe zu nehmen. Ein Bild, welches an Faust's letzte Worte erinnerte: "Solch ein Getümmel möcht ich seh`n ...".
Beim Start des Osterspaziergangs am Heldburger Sportplatz herrschte ostersonntags gegen 9.00 Uhr ein Gedränge, welches an den Rennsteig-Lauf im Mai erinnerte. Auf einer Bühne des MDR hatten sich neben den Moderatoren Sina Waage und Matthias Haase auch Landrat Thomas Müller und Bürgermeisterin Anita Schwarz eingefunden. Sina Waage erklärte dem Starterfeld die drei Strecken: gelb - fünf Kilometer, rot - zehn Kilometer und blau - fünfzehn Kilometer.
Matthias Haase fragte den Landrat, wie er denn mit der Bürgermeisterin zufrieden sei und er entgegnete, glücklich mit ihr zu sein. Verschmitzt lächelnd ergänzte er, seine Frau stehe unterhalb der Bühne und wisse, dass er es rein dienstlich gemeint habe.
Anita Schwarz begrüßte unter den Tausenden auch die Franken aus dem benachbarten Bayern und betonte, man höre es an ihrem Dialekt, die Zungen seien fränkisch gewachsen.
Nach den Fanfarenklängen der Heldburger Turmbläser setzte sich der "Wander-Tausendfüßler" in Bewegung.
Auf dem Heldburger Markt begrüßte ein historischer Ratsherr mit zwei kleinen "Spiessern" die Wanderer, die sich jetzt teilten - die gelbe Strecke führte nach rechts, die Rote und Blaue nach links. An der Hauptstraße trennten sich dann auch die Wanderer der roten und der blauen Strecke. Die 15-Kilometerroute führte zunächst zum Kuhsee, wo ein rustikales Speisen- und Getränkeangebot wartete. Über den Tonberg gelangten die Wanderer dann nach Bad Colberg, am Ortseingang befand sich ein weiterer Verpflegungsstützpunkt und die Therme bot an einem Informationsstand mit Gratisplätzchen einen Osterrabatt von 20 Prozent an.
Dann verlief die Wanderroute zur Gedenkstätte Billmuthausen, dessen Dorf 1340 erstmals erwähnt wurde und 1852 68 Einwohner zählte. Nach dem zweiten Weltkrieg lag Billmuthausen unmittelbar an der innerdeutschen Grenze und ist 1978 abgerissen worden, nachdem man die letzten Bewohner vertrieben hatte.
Entlang des Grünen Bandes an der ehemaligen Grenze zogen die Wanderer durch den Forellengrund zum Hohen Stein und über den fürstlichen Reitweg zur Veste Heldburg. Am Fuße der Burg präsentierte eine mittelalterliche Trachtengruppe eine gefesselte Hexe. Im Festzelt auf dem Sportplatz konnten die Wanderer den Tag gemütlich ausklingen lassen.
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