6. Weserbergland Bluesfestival

Drei Tage lang Blues, der unter die Haut geht

Holzminden (ozm) - Sänger und Gitarrist „frÄnk“ aus Berlin und Harmonikaspieler Holger „HoBo“ Daub aus Hamburg verbinden ausgefeiltes Instrumentalspiel mit Kreativität und der Lust am Erkunden neuer musikalischer Wege. Die Klänge Louisianas und des Mississippi, gefühlvolle Balladen und rockige Songs wechseln ab mit zeitgenössischer elektronischer Tanzmusik – mal dynamisch, mal zurückhaltend, aber stets ausdrucksvoll und authentisch. Zu hören sind die beiden Musiker zum Auftakt des Festivals am Freitag, 26. April, von 19 bis 21 Uhr im Jazz-Club im alten Bahnhof.

Zwischen 21 und 23 Uhr stehen dann die vier Musiker von „Hot’n’Nasty“ auf der Bühne, um mit ihrem Blues-Rock dem Publikum einzuheizen. Seit Beginn der 90er Jahre gehört die Band mit Gründungsmitglied Malte Triebsch (Gitarre), Robert Colins (Gesang), Dominique Ehlert (Schlagzeug) und Jacob Müller (Bass) zur ersten Liga der deutschen Blues- und Rockszene. Die Qualität ihres Spiels hat viele internationale Größen veranlasst, „Hot’n’Nasty“ als Support-Act zu verpflichten. Im heimatlichen Ruhrgebiet genießt die Band bereits Kultstatus.
Der Samstag, 27. April, beginnt um 19 Uhr mit einem Auftritt der „Till Seidel Band“. Anfang der 2000er machte sich Till Seidel auf den Weg zum Blues, in seiner Heimatstadt Hildesheim kein schwieriger Weg, kommen doch einige der bekanntesten Bluesbands Deutschlands aus dieser Stadt. Am Blues gefiel ihm, dass er rau und ehrlich war und Ecken und Kanten hatte. Seiner Meinung nach hat zwischen den 20er und den 60er Jahren kein Musikgenre mehr Vielfältigkeit zu bieten. Mit seiner Band verschreibt er sich momentan mehr dem 60er-Jahre Rhythm & Blues, sowohl in der Tradition von B.B.King und Otis Rush als auch von Little Milton und Al Green. 2015 konnte er B.B. & The Blues Shacks auf ihrer California Tour begleiten und im Vorprogramm auftreten.
Belgiens beste Bluesband „The Blues Bones“ wird ab 21 Uhr mit ihrer speziellen Mischung aus Rock und Blues die Angelegenheit aufmischen. Rund 100 Konzerte auf verschiedenen internationalen Blues-Festivals haben die fünf Jungs aufzuweisen. Sie spielten mit großem Erfolg mit anderen Bluesmusikern wie Danny Bryant, King King, The Nimmo Brothers und Jimmy Thackeray. Alles, was einen guten Blues ausmacht, ist vorhanden: Feeling, Energie, Charisma, die Rhythmusgrupe und der Keyboarder grooven, was das Zeug hält und Sänger, Harp-Player und Gitarrist geben ihr Bestes, aus einer Seele randvoll mit 12 Takten.
Sonntag, 28. April, um 11 Uhr – zur besten Matinée-Zeit – wird sich zeigen, dass die Rockabilly-Szene nicht an überkommenen Rollenklischees festhalten muss. Die drei Musikerinnen der Band „The Silverettes“ servieren einen frischen Mix aus Gestern und Heute und kombinieren feinste Rockabilly-Klassiker mit modernen Klangwelten und erfrischenden Eigenkompositionen. Mit perfekt dreistimmigem Satzgesang meisterte das Trio schon vor einiger Zeit den Sprung vom Beiwerk zum Hauptact. Die Zeiten als Backgroundchor sind vorbei, 2010 machten sich „The Silverettes“ selbständig und veröffentlichten 2014 und 2017 eigene CDs. Auf dem letzten Album dominiert abwechslungsreicher Stil-Crossover aus Rock’n’Roll, Blues, Country, Hillbilly und Rhythm’n’Blues.
Der Kartenvorverkauf über Jazz-Club Holzminden, Stadtmarketing Holzminden und Täglicher Anzeiger Holzminden hat begonnen. Die Tageskarten kosten Freitag 20/18 Euro, Samstag 25/23 Euro und Sonntag 13/10 Euro (ermäßigt Clubmitglieder und Studenten). Die Gesamtkarte kostet 50/45 Euro. Zu den Konzertterminen ist die Abendkasse jeweils eine halbe Stunde vor Konzertbeginn geöffnet.

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