MdL Uwe Schwarz:

AIDS-Hilfe bekommt weitere 50.000 Euro für die wichtige Arbeit - Aus dem Niedersächsischen Landtag

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Frau mit Aids-Schleife © AFP

Hannover (usj) - Aus Anlass des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember erklärt der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Uwe Schwarz: „Die Arbeit, die von den Vereinen und Verbänden der AIDS-Hilfe in Niedersachsen geleistet wird, kann nicht hoch genug geschätzt werden. Zusätzliche Aufgaben in der Flüchtlingsberatung sind aktuell für die Verbände dazugekommen.

Die Herausforderungen in diesem Bereich sind oftmals sehr groß, zum Beispiel Aufenthalts- und Existenzsicherung, Analphabetismus, Unkenntnis der deutschen Sprache, Kriegs- und Vergewaltigungstraumata oder Diskriminierung. Das Engagement an dieser Stelle muss besonders herausgehoben werden. Die Regierungsfraktionen haben sich daher darauf verständigt, in den Haushalt 2016 insgesamt 50.000 Euro mehr einzustellen, um die Präventionsarbeit in Niedersachsen in diesem wichtigen Bereich weiter auszubauen und zu stärken.“

Insgesamt belaufen sich, so Schwarz, die Zuschüsse an die Vereine und Verbände der AIDS-Hilfe in Niedersachsen im Jahr 2016 auf rund 1,6 Millionen Euro. „Im Jahr 2014 haben sich über 200 Personen infiziert. Etwa 860 Niedersachsen wissen allerdings nicht, dass sie infiziert sind. Das macht deutlich, wie wichtig die Präventionsarbeit zum Thema AIDS nach wie vor ist“, betont der stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
Nach Schätzungen verfügbarer Zahlen des Robert-Koch-Instituts lebten in Niedersachsen im Jahr 2014 insgesamt 4200 Frauen und Männer mit der Immunschwächekrankheit. Der SPD-Gesundheitsexperte Uwe Schwarz macht deutlich: „HIV/AIDS ist kein Phänomen aus der Vergangenheit. Die Krankheit ist selbst nach Jahrzehnten Präventionsarbeit und Aufklärung eine latente Gefahr. Die Präventionsarbeit an den Schulen ist nach wie vor unerlässlich, um steigenden Zah-len der Neuinfektion entgegenzuwirken. In unserer offenen Gesellschaft sollte das Thema Homosexualität immer mit dem Risiko AIDS besprochen werden, da insbesondere auch an dieser Stelle ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Deshalb ist die nachhaltige Arbeit der Niedersächsischen AIDS-Hilfe so wichtig und wird intensiv unterstützt.“

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