Studienseminar der Hegge in Armenien

Willebadessen (wrs) - Zu einem Studienseminar vom 16. bis 26. August 2019 lädt das Christliche Bildungswerk die Hegge ein in ein Land an der Grenze zwischen Europa und Asien – nach Armenien.

Einer Legende nach wurde Armenien in einem Tal des Berges Ararat durch den Stammvater Hayk, einem Nachfahren des biblischen Noah in fünfter Generation, in Auflehnung gegen einen Gewaltherrscher aus Babylon gegründet. Die Behauptung der Eigenständigkeit im schützenden Hochgebirgsland und das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer uralten Kultur am Übergang zwischen dem Orient und dem Okzident gehören auch heute zum Selbstverständnis der Bevölkerung Armeniens.

Seine Besucher zieht das gebirgige Land zunächst durch atemberaubende Landschaften in seinen Bann. Seine Eigenständigkeit wird zunächst sichtbar anhand der Schriftzüge an Häusern und am Straßenrand – in einer merkwürdig anmutenden, eigenen armenischen Alphabetschrift gestaltet. Die gastfreundliche Bevölkerung des Landes weiß sich mehrheitlich zum ersten christlich gewordenen Staat der Welt und zu einer eigenständigen orientalisch geprägten Armenischen Kirche zugehörig. Die melancholischen Melodien des Duduks und der Saz bringen die schweren Schicksalsschläge jüngerer Geschichte in Erinnerung – den Völkermord in der Zeit des Ersten Weltkrieges und die Vertreibung aus dem Land rund um den mythischen Berg Ararat.

Geplante Besichtigungen (u.a.): Jerewan: Besichtigung der Handschriften-ausstellung des Matenadarans, Führung im Historischen Museum, Erkundung der Stadt, Besuch einer Moschee, eines Duduk-Spielers mit Vorführung und einer kulturellen Veranstaltung;  Etschmiadzin: Besuch der Hauptkathedrale im religiösen Zentrum Armeniens; Möglichkeit zur zeitlich eingeschränkten Teilnahme am Sonntagsgottesdienst; Begegnung in einer Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen; Garni: Besichtigung einer ehemaligen Palastanlage mit dem sog. Sonnentempel aus römischer Zeit; Wanderung durch die für beeindruckende Felsformen berühmte Azat-Schlucht; Geghard: Besuch des Höhlenklosters (UNESCO-Weltkulturerbe); Chor Virap: Besuch des mit der Legende vom Hl. Grigor und der Christianisierung Armeniens verbundenen Klosters nahe der geschlossenen Grenze zur Türkei am Fuß des Berges Ararat; Noravankh: Fahrt durch die enge Schlucht des Amaghu und Besuch eines der schönsten Klöster Armeniens; Tsitsernakaberd: Besuch der Gedenkstätte des Genozids und des Museums; Tatev: Fahrt mit der längsten Seilbahn der Welt zu der über einer steilen Schlucht erbauten Klosteranlage, Fahrt über den Selimpass (2410m) zum Sevansee; Sanahin: Besichtigung der Klosteranlage (UNESCO-Weltkulturerbe) und Begegnung mit einer Fraueninitiative

Vorgesehene Gespräche zu folgenden inhaltlichen Schwerpunkten: Kulturgeschichte des historischen Armenien; Armenische Kirche und die Christen im Orient; die Bewahrung der Schriftkultur Armeniens; der Völkermord und seine Spuren in Armenien; soziale Einrichtungen und deren Arbeit; Deutschland und Armenien früher und heute; Armenien zwischen Orient und Okzident

Beginn ist mit einem Einführungsseminar vom 16. bis 17. August 2019 auf der Hegge, bei dem einige Schwerpunktthemen erörtert und inhaltlich auf die Situation vor Ort vorbereitet wird. Am Abend des 17. August fliegt die Gruppe von Frankfurt über Wien nach Jerewan und kommt am 26. August zurück.

Anmeldungen und weitere Auskünfte: Die Hegge, Christliches Bildungswerk, 34439 Willebadessen, Tel: 05644-400 und 700, www.die-hegge.de, bildungswerk@die-hegge.de.

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