(dbp/spo) Dass manche Frauen kurz nach der Geburt an einer Wochenbettdepression erkranken, ist weitgehend bekannt. Weniger bekannt ist, dass auch Väter betroffen sein können – und zwar gehäuft etwa drei bis sechs Monate nach der Geburt.
Das teilt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) mit. „Grundlose Schuldgefühle, Ängstlichkeit und Besorgnis aus nichtigen Gründen sind mögliche Anzeichen", sagt Professor Dr. Anette Kersting von der DGPPN. Symptome sind ebenso Minderwertigkeitsgefühle, Unruhe, Antriebslosigkeit sowie Probleme, Gefühle für Partnerin und Kind zu entwickeln.
Wer anhaltende depressive Verstimmungen an sich bemerkt, sollte sich nach DGPPN-Empfehlung nicht scheuen, zeitig den Rat eines Psychotherapeuten zu suchen. Der Grund: Die Heilungschancen sind umso besser, je früher die Behandlung beginnt. Zudem gäbe es Hinweise, dass sich Depressionen der Eltern negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirken.
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