Jena (anw) - Und sie wird doch gebaut. Die Verträge zwischen der Stadt Jena und dem Privatinvestor JenArena für den Bau der Mehrzwecksporthalle in Jena-Burgau wurden am 12. Juli 2012 unterzeichnet. Für rund 7 Millionen Euro soll ab Herbst die multifunktional angelegte Halle in Nachbarschaft des Jenaer Nahverkehrs in Burgau errichtet werden.
OB Albrecht Schröter (2.v.l.) und JenArena-Geschäftsführer Lars Eberlein (2.v.r) unterzeichnen die Verträge zum Bau der Mehrzwecksporthalle in Burgau. Sekundiert von den Dezernenten Frank Schenker (re.) und Frank Jauch.
© Foto. anw„Das ist ein großer Fortschritt für die Sportstadt Jena, der der Stadt sehr gut tun wird", kommentierte OB Albrecht Schröter (SPD) die Vertragsunterzeichnung.
Die Stadt gibt für dieses PPP-Investition (Public Private Partnership - öffentliche und private Investoren kooperieren) drei Millionen Euro aus. Die Hälfte wird als Bauzuschuss gezahlt, die andere Hälfte über einen Zeitraum von zehn Jahren. Die Stadt erhält im Gegenzug definierte Hallenzeiten für den Schul- und Vereinssport. Die JenArena GmbH & Co. KG investiert netto rund 5,5 Millionen Euro. JenArena-Geschäftsführer Lars Eberlein gab bekannt, nun den Bauantrag stellen zu wollen. Baubeginn für die 72 m lange, 55 m breite, 17,5 m hohe und für 3.500 Sitzplätze ausgelegte Halle soll im Oktober sein, die Fertigstellung ist zunächst für den Herbst 2013 geplant. „Für den Basketball in Jena ist dies ein historisches Ereignis", erklärte Eberlein. Die Halle könne mit ihren mobilen Parkett und Tribünen innerhalb kürzester Zeit für andere Veranstaltungen wie Messen oder Konzerte umgerüstet werden. Einen zusätzlichen Veranstaltungsraum werde das Foyer aufnehmen. Die geplante Solaranlage soll vorwiegend für den Hallenbetrieb genutzt werden. Die Mehrzweckhalle - die Betreiber suchen derzeit nach einem Namenssponsor - ist direkt von der Straßenbahnhaltstelle Gleisdreieck Burgau zu erreichen. An der Halle entstehen Parkplätze, außerdem können die Parkflächen am Burgaupark genutzt werden. Dafür wird eine Treppenanlage errichtet, die Hallenzufahrt von der Keßlerstraße muss ebenfalls gebaut werden.
Schröter sowie die Dezernenten Frank Schenker (Soziales) und Frank Jauch (Finanzen) erinnerten an die jahrelangen Versuche zum Bau einer großen Mehrzweckhalle in Jena. Ob am Jenzig, Sportforum oder im Sportkomplex Lobeda-West, ob allein oder mit Partnern aus der Privatwirtschaft, stets konnten die Standorte aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht realisiert werden. Ende 2010 brachte Eberlein, der zugleich Geschäftsführer vom Basketballverein Science City Jena ist und größter Geldgeber in der Kommanditgesellschaft, den Standort Burgau ins Spiel. Mit dem Eigentümer der Fläche konnte ein Erbbaurechtvertrag geschlossen werden. Die europaweite Ausschreibung gewann erwartungsgemäß JenaArena. Eberlein erwartet vom Bau der Halle eine weitere Aufwertung des Standortes durch neue Investitionen.
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