Jena (Dr. H. Meinl) - Die mittägliche Sonnenhöhe nimmt weiter zu und damit die Länge des hellen Tages auf knapp 15 Stunden. Der Vollmond schimmerte am 6. des Monats, am 21. folgt der Neumond. Die strahlende Venus dominiert die Dämmerung als Abendstern, Jupiter wird zum Monatsende unsichtbar. Am Sternhimmel der ersten Nachthälfte wird die zunehmende Dominanz des Frühlings deutlich: Im Südwesten - Westen neigen sich die Sterne des Wintersechsecks dem Horizont, damit dem Untergang entgegen.
Im Süden funkelt der Regulus im Trapez des Löwen. Der immer noch recht helle, rötliche Mars beendet in diesem Sternbild seine Oppositionsschleife. Östlich folgt der rötliche Arktur im Bootes oder Bärenhüter - darunter schließt die Spika in der Jungfrau das Frühlingsdreieck. Diese Sterne können auch gut mit Hilfe des Großen Wagens hoch im Zenit in seiner Frühlingsposition aufgefunden werden. Sein Deichselbogen weist direkt auf den Arktur und auch auf die Spika. Etwas oberhalb dieses Sterns durchwandert der Ringplanet Saturn am 15. April seine Oppositionsstellung. Und am Morgenhimmel funkeln hoch im Osten bereits die hellen Sterne des Sommerdreiecks: Deneb - Wega - und Atair.
In der Reihe „Eingefangene Sterne – live“ berichten Dr. Hans Meinl und W. Don Eck über das Aktuellste am Sternhimmel. Das Monatsthema April lautet „Mit Hilfe der Großen Bärin“, Termine sind 18./25.4., 19.30 Uhr, 21.4., 17 Uhr. Fragen, Anregungen oder Themenwünsche an dr_hans_meinl@planetarium-jena.de oder live in der Veranstaltung.
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