Umbauten im Glasmuseum fast abgeschlossen

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Bürgermeister Jörg Schützeberg und Museumsleiterin Dagmar Ruhlig-Lühnen vor den Neuen Informationstafeln.

© Foto: Lars Obermann

Immenhausen (hak) - In den letzten Monaten war das Glasmuseum coronabedingt für die Besucher leider geschlossen. Diese Zeit hat das Team um Museumsleiterin Dagmar Ruhlig-Lühnen genutzt, um die Modernisierungsmaßnahmen weiter fortzusetzen.
Im Obergeschoss des Museums konnte ein kleines Kabinett zu den Anfängen des Glaskünstlers und Unternehmers Richard Süßmuth in Penzig vor dem Zweiten Weltkrieg fertiggestellt werden.
Informationen zur Geschichte Süßmuths mit zahlreichen Fotos und Texttafeln gab es zwar schon immer im Glasmuseum, doch nun sind die Tafeln nach über 30 Jahren zeitgemäß überarbeitet worden.
In Anlehnung an die neue Präsentationsform in der Abteilung zur Glasgeschichte wurden auch hier alle Informationen auf Glastafeln gedruckt. Vier dieser Tafeln erläutern die Anfänge des Glaskünstlers in Penzig, geben Einblicke in die Werkstatt-Architektur, machen mit den künstlerischen Erfolgen bekannt und erläutern auch das Ende der bedeutenden Werkstätten durch den Zweiten Weltkrieg.
Eine bislang nicht ausgestellte Ehrenurkunde für die Arbeiten Richard Süßmuths aus dem Jahr 1940, eine Schleifarbeit von 1926 und das Modell der „Werkstätten Richard Süßmuth – Glaskunst in Penzig“ gehören zu dieser neuen Präsentation. Abgerundet wird diese Kabinett-Ausstellung durch Gläser aus der Penziger Zeit des Glaskünstlers, die in Vitrinen zu sehen sind. Sie zeigen – besonders im Vergleich zu den ausgestellten Gläsern aus der Zeit des Jugendstils – das bahnbrechend Neue und Moderne an den Arbeiten Süßmuths.
Parallel zu diesen Arbeiten wurden auch zwei neue Info-Tafeln zur Flachglaswerkstatt der Glashütte Süßmuth erarbeitet. Dieser bedeutende Teil in der Betriebsgeschichte spielte bislang eine untergeordnete Rolle in der Präsentation. „Für die großen Glasfenster fehlt uns einfach der Platz“, so Dagmar Ruhlig-Lühnen. Beispiele zu Schleifarbeiten und Bleiverglasungen gibt es zwar, und einige sind auch bereits ausgestellt, werden aber jetzt neu präsentiert und erläutert. Im Verlauf dieses Jahres sollen weitere Arbeiten in spezielle Leuchtkästen eingebaut und hinterleuchtet werden.
Wenn das Glasmuseum wieder geöffnet wird, können sich die Besucher von diesen Umbauarbeiten ein Bild machen.

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