784.000 Euro Förderung für Kindergarten Kirchweg

Immenhausen (hai) - „Städte sollen nicht nur schön aussehen, sondern auch belebt und für die zukünftigen Generationen interessant sein“, sagte Staatsministerin Priska Hinz kürzlich im Glasmuseum in Immenhausen, als sie 784.000 Euro aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ an Bürgermeister Herbert Rössel und Stadtverordnetenvorsteher Friedhelm Panteleit überreichte.

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Eintrag in das Gästebuch der Stadt. (V.l.) Bereichsleiterin Wohnstadt Monika Fontaine-Kretschmer, Staatsministerin Priska Hinz, Bürgermeister Herbert Rössel.

 

© Foto: privat

Dabei sollen historisch bedeutsame Bereiche nicht zu Museen werden. Vielmehr sollen sie sich zu lebendigen Orten entwickeln, die für Wohnen, Arbeit, Kultur und Freizeit gleichermaßen attraktiv sind und sowohl Einwohner als auch Besucher anziehen.
Auch als Wirtschafts- und Standortfaktor stellen baukulturell wertvolle, historisch gewachsene Areale wegen ihres individuellen Erscheinungsbildes attraktive Bereiche für Investoren und Mieter dar, ziehen Touristen an und werden von Unternehmen bei der Standortwahl bevorzugt. Darüber hinaus stärken Sanierungsmaßnahmen die örtliche mittelständische Wirtschaft, insbesondere das Handwerk.
„Das Geld“, so führte die Staatsministerin aus, „ist für den dritten Bauabschnitt der Sanierung und Erweiterung des Kindergartens am Kirchweg gedacht.“
Bei der Maßnahme Kindergarten Kirchweg übernimmt die Stadt eine Million, zwei Millionen Euro kommen insgesamt aus dem städtebaulichen Denkmalschutz. „Das Geld aus dem Förderprogramm ist für Erschließungen, Bauten und Ähnliches gedacht“, sagte Bauamtsleiter Bernd Horstmann. „Mobiliar wie zum Beispiel für den Kindergarten am Kirchweg fällt nicht darunter.“
In seiner Rede ging Bürgermeister Herbert Rössel auf die historischen Entwicklungen ein: „Als die Stadt im Jahr 2001 in das Städtebauförderungsprogramm des Landes aufgenommen wurde, beantragten wir ein Sanierungsgebiet von 9,5 Hektar. Wir waren wir sehr froh, als wir 2001 in das Städtebauförderungsprogramm des Landes aufgenommen wurden.“
Die geschätzten Gesamtkosten lagen bei 9,65 Millionen Euro. Seitdem ist schon viel passiert: Unter anderem wurde die Alte Post aufwändig bauzeitgerecht saniert, ebenso die Süßmuthvilla. Die Serastraße wurde verlagert, die Straße an der Glashütte, die Poststraße und die Einmündung Schlesische Straße instandgesetzt, eine Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof geschaffen und vieles mehr. Auch der Abriss des baufälligen Schornsteins, Teile der Ätzerei, des Zwischendachs zwischen Produktionshalle und Lagerhalle wurden über das Programm finanziert
„Es stehen noch weitere Projekte an“, sagte der Bürgermeister. „Zum Beispiel geht es dabei um eine Modernisierung des Bahnhofs, die Straße durch das Glashüttengelände, die Sanierung des Glasmuseums und die Arbeiten am Kindergarten Kirchweg, die noch zu Ende gebracht werden müssen.“ Das Museumsgebäude weist deutlichen baulichen und energetischen Sanierungsbedarf auf. In musealer Hinsicht muss das Ausstellungskonzept überarbeitet werden.
Schön wäre es, wenn aus dem Programm noch die Sanierung der Lagerhalle, die alte Ätzerei, der Nahkaufmarkt sowie weitere Maßnahmen durch den städtebaulichen Denkmalschutz gefördert würden.
Private Maßnahmen wurden auch gefördert, u. a. das Haus Untere Bahnhofstraße 27 (Alte Post). Dieses Haus wurde aufwändig bauzeitgerecht saniert. Der Besitzer zeigte das bei ein starkes persönliches Engagement. Es erscheint wieder wie Mitte der 20er Jahre. Auch die Süßmuth-Villa wurde behutsam und denkmalgerecht saniert. So wurde wieder das originale Erscheinungsbild erreicht.
Der Bürgermeister forderte die Staatsministerin auf, sich dafür einzusetzen, dass bei einer Neuauflage von Sanierungsprogrammen auch wieder notwendige Abrissmaßnahmen gefördert werden. Deren Förderung ist derzeit ausgeschlossen.

 

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