anw - Mit der neuen Tarifstruktur im „GalaxSea" verbindet Wolfgang Weiß ein anspruchsvolles Ziel. „Wir wollen die Einnahmen um acht bis zehn Prozent steigern", gab der Geschäftsführer der Jenaer Bäder & Freizeit GmbH. Zum 1. Februar wird die monatelang durchgerechnete, diskutierte und schließlich bestätigte Preisliste in Kraft treten. Schon mal vorab: Alle derzeit Mehrfachkarten behalten bis zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit ihre Gültigkeit.
Ist sich sicher, mit der neuen Tarifstruktur im „GalaxSea" einen fairen Kompromiss gefunden zu haben: Jenas Bäderchef Wolfgang Weiß.
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Was ist nun heraus gekommen beim Versuch, soziale Anpassung und Wirtschaftlichkeit, mit den Worten von Weiß den „antagonistischen Widerspruch in einen fairen Kompromiss" zu fügen? Die Einzelkarte wurde um einen Euro von sechs auf sieben Euro verteuert, für Samstag, Sonntag und Feiertage auf acht Euro. Dafür fiel die bislang geltende Zeitbegrenzung auf zwei Stunden, das Ticket kann den ganzen Tag genutzt werden. Die ermäßigten Tickets kosten jeweils zwei Euro weniger und gelten nach Vorlage der Nachweise für Behinderte, Senioren, FSJ-ler, Studenten, Schüler, Azubis, JenaBonus-Card-Inhaber und Kinder bis 14 Jahre. Ein Student beispielsweise kann also Schwimmen gehen für 2,50 Euro pro Stunde.
Die Familienkarte zu täglich 20 Euro , besonders heftig diskutiert, gilt für maximal zwei Erwachsene und zwei Kinder, jedes weitere Kind zahlt 4 Euro.
Neu kreiert wurde die GalaxSea-Zehn-Stunden-Karte. Bei einer Mindestverweildauer von einer Stunde wird nach dieser Stunde jede weitere Minute mit sechs Cent abgebucht. Diese Karte (35/25 Euro) ist übertragbar.
Abgeschafft wurde bei den Clubkarten der Preisunterschied zwischen der kalten und warmen Jahreszeit. Nur für das Bad gilt die 1 Monat gültige „Bronze"-Card zu 45 Euro (erm. 30). Nach Ablauf gibt es keine automatische Vertragsverlängerung. Die „Silber"-Card (65/55) ist eine Monatskarte für Bad und Sauna, eine Jahreskarte die „Gold"-Card (720/60; 3 Prozent bei Sofortzahlung des Jahresbeitrags). Auf diese drei Dauerkarten werden Rabatte im Gastronomiebereich und bei den freien Kursen gewährt. Und zusätzlich gilt: Die Inhaber dieser personengebundenen Clubkarten können die Jenaer Freibäder sowie die Schwimmhalle Lobeda (zu öffentlichen Zeiten) besuchen.
Die Frauensauna wurde beibehalten (jeweils ganztägig Montag), neu eingeführt ist der Seniorentag am Dienstag von 10 bis 15 Uhr für (8,50/inkl. zwei Schnupperkurse und Guthaben von 3,50 Euro im Gastrobereich).
„Wir meinen, das ist ein reich gedeckter Tisch", preist der Bäderchef das neue Preissystem. Die gesamte Tarifstruktur ist unter www.galaxsea.de aufgeführt.
Die Bäder-Gesellschaft als Teil der Stadtwerke Jena Gruppe mit derzeit 115 Mitarbeitern, davon 65 Festangestellten, konnte laut Geschäftsführer Weiß im „GalaxSea" 2010 rund 10 Prozent mehr Besucher zählen als ein Jahr zuvor. Von den insgesamt 275.000 Gästen entfiel ein Drittel auf den Saunabereich.
Vielleicht vor, vielleicht auch erst nach der kommenden Saison soll die 300.000 Euro teure Entschlammung des Südbades stattfinden. Rund 12.000 m3 Schlamm sollen ausgebaggert werden, um die Wasserqualität verbessern. Weitere 50.000 Euro sind für Investitionen geplant, darunter eventuell mehrere Wasserfontänen.
Weifl bekräftigte, das Ostbad soll konventionell saniert werden und damit rund zwei Millionen billiger als der Umbau zu einem Naturbad. Ob Stahlblech- oder Fliesenvariante sei noch nicht entschieden. Erstere sei teurer, aber halte länger. Die grundhafte Sanierung ist für 2012/2013 geplant. Die 50 m Länge im großen Becken werden erhalten, investiert wird ebenso in das Kinderbecken, die Wasseraufbereitungstechnik und die Sanitäranlage.
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