Meuselwitz (anw) - In seinem voraussichtlich letzten Pflichtspiel hat Stürmer Sebastian Hähnge den FC Carl Zeiss Jena zum Finalsieg gegen den ZFC Meuselwitz im Köstritzer-Landespokal geschossen. Erst in der Schlussphase eingewechselt, konnte Hähnge in der 84. Minute einen Eckball von Nils Miatke zum Endstand von 2:0 verwandeln. Jena wurde am Mittwochabend in der bluechip-Arena in Meuselwitz vor 4.540 Zuschauern verdient Sieger und steht nun in der 1. Runde des DFB-Pokals 2012/2013.
Das Resultat und die Art seines Zustandekommens wollte auch der Trainer der Meuselwitzer nicht in Abrede stellen. „Es kann keinen Zweifel daran geben, dass Jena mehr als verdient das Finale gewonnen hat“, eröffnete Holm Pinder sein Fazit. Das Finale sei sehr abgelaufen. „Das einzige Manko war unsere Leistung“, monierte Pinder den Gesamtauftritt seiner Mannschaft. Die durchaus ihre Chancen auf einen Torerfolg hatte. Dennoch waren wohl im Vorfeld des Endspiels unter den Meuselwitzern Anhängern die Erwartungen nach einem erneuten Triumph im Landespokal viel zu hoch geschraubt worden. Nach einer eher zerfahrenen 1. Halbzeit mit zahlreichen Gelben Karten konnte der Regionalligist in der 2. Halbzeit den 0:1-Pausenrückstand, für den in der 39. Minute Jan Simak mit einem scharfen Schuss ins linkere untere Eck gesorgt hatte, nicht mehr aufholen. Im Gegenteil, Jena hatte mehrfach die Chance, schon lange vor dem erlösenden 2:0 die Partie zu entscheiden.
Der FC bot seinen Fans einen, wie Cheftrainer Petrik Sander resümierte, „versöhnlichen Abschluss, mehr nicht“. Sander stellte insbesondere die Tatsache heraus, dass sich das Team nach dem sportlichen Abstieg aus der 3. Bundesliga nicht habe hängen lassen. Auch wenn angesichts dieses Desasters „nicht so richtig Freude“ aufkommen könnte, sei der Pokalsieg sehr wichtig für den Verein, die Fans und die Sponsoren.
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