Schmalkalden/Meiningen (fh/em) - Zum zweiten Mal in Folge erwies sich das BTZ Rohr-Kloster als würdiger Gastgeber des Bundesleistungswettbewerbes der deutschen Handwerksjugend im Kraftfahrzeughandwerk.
12 Kraftfahrzeugmechatroniker und eine Kraftfahrzeugmechatronikern aus 13 Bundesländern wetteiferten zum Bundesleistungswettbewerb um die Krone „Wer ist Deutschlands bester Kfz- Mechatroniker“. Der beste Thüringer, Matthias Hauck (vorn rechts) wurde fünfter, die einzige Frau Franziska Neubert aus Kassel sogar zweite.
© Foto: hwkZwölf Junggesellen und eine Junggesellin im Kfz-Handwerk kämpften an 16 Stationen um die Krone des Bundessiegers. Dieser wird ab sofort Deutschland bei internationalen Berufswettbewerben im Kfz-Handwerk vertreten. Für die Überraschung des Tages sorgte die einzige weibliche Starterin Franziska Neubert aus Kassel, die sich mit ihrem zweiten Platz nur von Bundessieger Daniel Hartmann aus Niedersachsen geschlagen geben musste. Die Teilnehmer waren gefordert, praktische Aufgaben auf schwierigstem Niveau mit einem Zeitlimit von jeweils zwanzig Minuten zu lösen. Dies gebot höchste Konzentration bei physisch und psychisch hoher Belastung. 16 ehrenamtliche Prüfer aus dem Landesverband des Kfz-Gewerbes Thüringen und dem Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) begutachteten die Leistungen der Wettbewerber und legten dabei vor allem Wert auf das Erkennen des richtigen Lösungsansatzes.
In acht Stunden Dauerstress hatten die Kfz- Mechatroniker an Fahrzeugen der aktuellen Generation und mit Hilfe von High-Tech-Diagnosegeräten Aufgaben in den Bereichen Motormanagement, Fahrzeugsysteme, mechanische Systeme und Fahrzeuguntersuchung zu lösen. Durch das BTZ-Team waren Fehler in die verschiedenen Systeme eingebaut worden, welche die Wettbewerber suchen und beheben sollten. Im Motormanagement standen Fehlersuche und Behebung an der Abgasanlage, beim Diesel- und Ottomotor sowie bei CAN-Bus auf dem Programm. Bei den Fahrzeugsystemen waren Beleuchtung, ESP, Starteranlage sowie Heizung und Lüftung in die Diagnosen einzubeziehen. Die mechanischen Systeme verlangten Lösungen zur Achsvermessung, Bremsanlage, Schaltgetriebe und Motorsteuerung. Ein Wintercheck am Audi A 4, bei dem Fehler im Fahrwerk, der Beleuchtung und in der Sicherheitsausstattung zu suchen und zu beheben waren, rundete den Bereich der Fahrzeuguntersuchung ab. Unmittelbar nach Ende des Wettbewerbes begann das Punktezählen, in dessen Ergebnis Sieger und Platzierte ermittelt wurden. Zur Siegerehrung in der Klosterkirche würdigte Hauptgeschäftsführer Friedhelm Enke das Engagement aller Teilnehmer. Grußworte von Hans-Jürgen Vogel, Präsident und Landesinnungsmeister des Kfz-Gewerbes Thüringen und Bernd Häfner, Ehrenobermeister der Kfz-Innung Südthüringen, schlossen sich an.