Jena (sho) - „Die beste Zeit für Jena kommt erst noch, wir müssen nur heute die richtigen Entscheidungen treffen." Prof. Dr. Dietmar Schuchardt, Kreisvorsitzender der CDU Jena und Kandidat für die OB-Wahl 2012, schilderte zum Jahresempfang seiner Partei seinen Plan, wie die Saalestadt langfristig auf der Erfolgsspur bleiben soll. „Sieben Meilensteine für Jena" erklärte das Stadtratsmitglied dabei zur Chefsache für den Fall, dass er am 22. April zum Oberbürgermeister gewählt wird.
Jahresempfang der CDU Jena: Prof. Dr. Dietmar Schuchardt, Kreisvorsitzender der CDU Jena und Kandidat für die OB-Wahl 2012, stellte seine „Sieben Meilensteine für Jena" vor.
© Foto: shoAls ersten „Meilenstein" benannte der Professor für Mathematik und Angewandte Mathematik an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig und Sohn des ehemaligen SPD-Kultusministers Gerd Schuchardt solide Finanzen. Der Entschuldungskurs sei konsequent fortzusetzen, um auch in Zukunft die erforderlichen Gestaltungsspielräume zu haben.
Einsetzen will sich der 44-Jährige des Weiteren für die Schaffung von 3.000 neuen Wohnungen innerhalb der nächsten 6 Jahre. Bei der Bereitstellung von Bauland müsse jedoch auch Rücksicht auf gewachsene Strukturen genommen werden. „Kleingärtnern die lieb gewonnene Scholle unter dem Hintern wegzuziehen, kann es nicht sein", so Schuchardt, „wir brauchen intelligente Lösungen und Anpassungen im Flächennutzungsplan, um das Problem an der Wurzel zu packen."
Zudem benötige Jena drei neue Schulen. „Im Kita-Bereich gibt es bereits enorme Fortschritte", sagte der Christdemokrat, „diese wären ohne stabile Verhältnisse im Stadtrat, an denen die CDU einen ganz entscheidenden Anteil hat, nicht denkbar gewesen." Nach den Kitas müsse nun der Schulbereich angegangen und die entsprechenden Kapazitäten geschaffen werden.
Wichtig sei es auch für Jena, Eich- und Inselplatz zügig zu entwickeln. Nachdem man beim Eichplatz auf einem guten Weg sei, sollte am Inselplatz unbedingt die „einmalige Chance" genutzt werden, dort einen Unicampus zu entwickeln. Dann sei die Friedrich-Schiller-Universität kompakt aufgestellt und die vielen kleinen Stellen, an denen sie über die Stadt verteilt ist, könnten genutzt werden, um dort die ursprünglich vorgesehene Wohnbebauung am Inselplatz umzusetzen.
Ein weiterer „Meilenstein" für Jenas Zukunft seien die Großwohngebiete Lobeda, Winzerla und Jena-Nord. Um diese zukunftsfest zu machen, seien Investitionen in die Infrastruktur notwendig. Das Parkraumkonzept müsse auf die Wohngebiete in der Peripherie fortgeschrieben werden und auch um markante Punkte wie das ehemalige Arbeitsamt und die Brachfläche des ehemaligen Kulturzentrums will sich Schuchardt kümmern.
Ausgesprochen hat sich der CDU-Kandidat darüber hinaus für eine bessere Einbindung der Ortschaften in den Nahverkehrsplan, der in diesem Jahr überarbeitet wird.
Und ein siebter „Meilenstein", der Schuchardt am Herzen liegt, sei das Thema Internetverbindung. „In Thüringen ist Jena die große Stadt, die am schlechtesten mit Breitbandinternetangeboten versorgt ist", monierte der Politiker. Jena müsse „Internethauptstadt Thüringens" werden.
Schützenhilfe bekam Schuchardt zum Jahresempfang von Ehrengast Stanislaw Tillich, CDU-Ministerpräsident von Sachsen. „Sie haben einen Plan aufgestellt für diese Stadt", sagte Tillich zu Schuchardt. „Sie haben deutlich gemacht, dass Ihnen Bildung, eine prosperierende Wirtschaft bei einer soliden Finanzausstattung der Stadt und eine Stadt, die lebens- und liebeswert für die Bürger ist, in all ihren Facetten, sei es im kulturellen wie im sportlichen Bereich, am Herzen liegt."
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