Gera (tti)- Zurück vom Hallenboden zum Rasengrün - Die Fußballerinnen des F.F.C. Gera beschlossen am 3. März ihre Hallensaison 2011/2012 mit einem Silber-Rang im Finalturnier um die TFV-Hallenmeisterschaft. Damit zeigten sie sich nicht unzufrieden. Denn in Göschwitz gab es ein paar Überraschungen in der Staffelrunde.
Szenen vom 1. Geraer Mädchenfußball-Tag im April 2011: Findet der F.F.C. Gera beim Schnuppertraining vielleicht eine neue Bianca Schmidt?
© Foto: tti.So zog z.B. statt des USV Jena III der 1.TSV 1869 Sundhausen neben Regionalligist 1.FFV Erfurt aus der B-Gruppe in die Halbfinals ein. Die Geraerinnen taten sich ihrerseits in Gruppe A gleich in der ersten Partie mit dem 1.FC Union Mühlhausen (0:2) schwerer als späterhin mit dem Verbandsligameister 1.FFC Saalfeld. Die Parkettauslese aus der Feengrottenstadt wurde mit 4:0 klar entzaubert. Dabei erzielten Jule Kremke (2), Marie Preller und Brina Herold die Tore. Aber Geras Frauen mussten bammeln, weil ihnen gegen den SV Concordia Riethnordhausen erneut kein Treffer gelang. Doch der Landesklassist blieb zum Glück ebenfalls ohne Torerfolg. Also: Spannend war's. Geholfen hat's auch. Derlei Minimalisten-Devisen hätten im Spiel um den Finaleinzug schief gehen können: Sundhausen führt nach zwei Minuten und streifte gleich darauf noch einmal den Torpfosten auf Geraer Seite. Wieder einmal Brina Herold bewahrte die Ostthüringer vor einer Enttäuschung, als sie aus spitzem Winkel genial das 1:1 erzielte. Im Neun-Meter-Schießen verdonnerten die beginnenden TSVer ihre Versuche zwei und drei, während Geras Kapitän Brina Herold und Marie Preller sich ihre Chance nervenstark nicht entgehen ließen. Für das Endspiel gegen den 1.FFV Erfurt war allerdings die Spannung weitgehend entladen. Die Angriffswellen überfluteten den Kasten von Karo Heimer recht schnell. Mit 3:0 führten die Damen aus der Landeshauptstadt bereits sicher, ehe Tino Gruschwitz mit ihrem Ehrentreffer das Ergebnis leicht kosmetisierte. Den Favoriten für zu stark befunden, dabei mehr erreicht als erwartet, wurde als Fazit von F.F.C.-Trainerin Martina Klepsch übermittelt: „Wir haben uns nicht verrückt gemacht und sind locker geblieben. Das war wohl unser Erfolgsgeheimnis. Der Vizemeistertitel in der Halle mag schön sein, aber unser vorrangiges Ziel ist es, auf dem Rasen für das Maximum zu sorgen." Das bedeutet mit Blick auf den Fußballfrühling: Am 11. März beginnt mit dem Match beim FF USV Jena III die Rückrunde der Verbandsliga-Saison 2011/2012. Das erste Heimspiel gibt's gleich am 18. März (ab 14 Uhr) gegen die SG Eisenberg. Bis zum 20. Mai stehen praktisch wöchentlich Punktspiele für Geras F.F.C.-Damen an, die als aktueller Spitzenreiter vor dem Vorjahresverbandsligameister 1. FFC Saalfeld in diese Serie starten. Außerdem trommelt FRAU kräftig an anderen Fronten: Eine Vorgabe für die Klassifizierung als praktischer Nachfolger des 1.FC 03 hieß Aufbau einer zweiten Mannschaft. Außerdem begann entsprechend der Forderungen des Thüringer Fußballverbands am 9. März eine Werbeoffensive für den Nachwuchs im noch jungen Frauenfußballclub. Der F.F.C. lädt 6- bis 14-jährige Mädchen zum Schnuppertraining ins Karl-Harnisch-Stadion ein. Beginn ist 16 Uhr. Und nun doch in Zwötzen. Da, wo Geras Frauenfußball seine Anfänge hatte, soll die F.F.C.-Jugend ihre Trainings- und Spielstätte haben, bestätigte der Vorstand um Martina Klepsch, Jörg Zemke und Oliver Möckel. Wer die erste Chance verpasst, kann sich z.B. auch am 23. März melden. Mehrere Trainerinnen brennen darauf, neugierigen Mädels das Kicker-ABC zu erklären. Damit beginnt eine neue Aktivität neben der an der Erich-Kästner-Grundschule unter Anleitung von Grit Michaelis initiierten Mädchenfußball-AG. Thomas Triemner
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