Der Garten im Herbst

Eine Zierde für die Seele

djd (pt) - "Dem Unwissenden erscheint selbst ein Garten wie ein Wald" - doch mittlerweile gibt es Millionen von "Wissenden" in Deutschland, die im Herbst kräftig in die Hände spucken und loslegen. Denn es gibt viel zu tun. Jetzt ist die ideale Pflanzzeit für Frühjahrsblüher.

Bild anzeigen Der Buchsbaum ist ein immergrüner Klassiker und nahezu in jedem Garten zu finden. Ob als winterharte Kübelpflanze, Beetbegrenzung oder attraktives Solitärgehölz: gestutzt ist er noch schöner. © djd/Hornbach

Noch bis Anfang Dezember gilt es Schneeglöckchen, Krokusse, Tulpen, Narzissen und so manche andere zu stecken. Doch Vorsicht: Wühlmäuse haben Appetit auf einige dieser Zwiebeln, daher sollte man sie in Drahtgitterkörben setzen. Es gibt aber auch Pflanzen wie Gladiolen, Begonien oder Dahlien, deren Knollen und Zwiebeln jetzt - noch vor dem ersten Frost - aus dem Boden geholt werden müssen. Kühl und trocken den Winter über im Keller gelagert, werden sie im Frühling wieder in die Erde gesetzt.

Was ist noch zu tun?

Um Unkrautentwicklung zu vermeiden, gilt es, alle Beete durchzujäten. Anschließend sollten offene Flächen mit einer wenigstens fünf bis sechs Zentimeter dicken Schicht aus Rindenmulch oder Mulchkompost bedeckt werden. Nicht zu mulchen sind allerdings jene Stellen, wo früh blühende Blumenzwiebeln gesteckt wurden. Aber auch der Rasen benötigt eine spezielle Behandlung, um ihn möglichst fit für den Winter zu machen. Hierfür gibt es besondere Herbstrasendünger, die viel Kalium enthalten. Dieser Stoff ist einerseits wichtig für den Wasserhaushalt der grünen Pracht und macht die Pflanzen andererseits stark gegen Frostschäden.
Stichwort Frost: Wer in seinem Garten häufig blühende Rosen sein Eigen nennt, sollte diese erst im Frühling wieder zurückschneiden. Denn ein zu zeitiger Herbstrückschnitt kann dazu führen, dass dem Frost zusätzliche Eintrittsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Tipps für den Nutzgarten

Auch wer seinen Garten weniger nutzt, um sich an seinem schönen Anblick zu erfreuen, sondern lieber Essbares auf den Tisch bringt, sollte im Herbst aktiv werden. So gilt es beispielsweise, Tomatenstöcke nun vollständig zu entfernen, da sonst die Gefahr besteht, dass Krankheitserreger wie etwa die berüchtigte Krautfäule im kommenden Jahr die neue Pflanzengeneration infizieren. Und natürlich ist auch im Gemüse- und Salatbeet jetzt Pflanzzeit: Chinakohl und Winterkopfsalat, Rhabarber und Endivien sollten sogar recht frühzeitig – idealer weise bis Anfang September - gepflanzt werden. Auch Knoblauchfans sollten die Zehen nun in die Erde bringen. Zudem stehen Grabarbeiten an. Besonders schwere Böden heißt es umzugraben, wohingegen es bei mittelschweren oder leichten Böden ausreicht, sie lediglich zu lockern.

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