Jena (Uni Mainz) - Kann sich die Jenaer Innenstadt gegenüber der wachsenden Konkurrenz aus dem Umland behaupten? Gelingt es Erfurt, die Einzelhandelskunden aus Jena abzuwerben? In welchem Ausmaß stellt der Handel im Internet eine Bedrohung für die lokalen Geschäfte dar?
Zu diesen und anderen Fragen werden mehr als 2.000 Passanten in den Hauptgeschäftsstraßen der Jenaer Innenstadt sowie Kunden der Goethe Galerie und der Neuen Mitte interviewt. Dies ist Teil einer wissenschaftlichen Langzeitstudie zum Einkaufsverhalten und zur Verkehrsmittelwahl der Bevölkerung, die seit 1991 zum 17. Mal unter der Leitung von Prof. Günter Meyer, Geographisches Institut der Universität Mainz, durchgeführt wird. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung werden Studierende aus Jena und Mainz die Befragung von Donnerstag bis Samstag vornehmen.
Durch einen Vergleich mit den Ergebnissen der früheren Erhebungen können die Auswirkungen der jüngsten Handelsentwicklung auf das Einkaufsverhalten der Innenstadtbesucher dokumentiert werden. Gefragt wird auch danach, was getan werden sollte, um die Attraktivität der Innenstadt zu erhöhen. Hier werden von den Interviewten wichtige Anregungen für die zukünftige Gestaltung der Innenstadt erwartet.
Gleichzeitig mit den Befragungen werden an 34 über das gesamte Stadtzentrum verteilten Standorten Passantenzählungen durchgeführt. Dabei wird sich zeigen, ob die
Verlagerung des Passantenverkehrs aus den östlichen Teilen des Stadtzentrums in den Bereich zwischen Goethe Galerie und City Carrée anhält.
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