Jena (anw) - Das Projekt Funktionsneubau am Theaterhaus Jena soll ab Anfang Juli realisiert werden. Für 3,8 Millionen Euro entstehen in L-Form auf dem Hofareal an der Ost- und Südseite mit direkter Anbindung an das Bühnenhaus Werkstätten, Sozialräume, Lager und eine Probebühne. Die alten Garagen, in denen die Werkstätten über Jahre hinweg ihr Notquartier gefunden haben, werden abgerissen.
Martin Berger (r., KIJ) sowie Janka Voigt und Mario Müller (beide Theaterhaus) mit den Bauplänen für den neuen Funktionsbau am Theaterhaus Jena.
© Foto: anw
Über das Projekt informierten am Mittwoch Theaterhaus-Geschäftsführerin Janka Voigt, Martin Berger, Kaufmännischer Leiter von Kommunale Immobilien Jena (KJI), und Mario Müller, Technischer Leiter am Theater. Ende 2013 soll nach den vorliegenden Plänen der Baukörper fertig gestellt sein, Anfang 2014 der Innenausbau.
Das Land Thüringen trägt mit 3,2 Millionen Euro, die vom Bauministerium (Städtebaufördermittel) und vom Kultusministerium stammen, den weitaus größten Teil der Investition. Die Stadt wird 500.000 Euro über den KIJ-Haushalt einsetzen, das Theater steht mit 100.000 Euro in der Pflicht. Von den 1.500 qm Nutzfläche entfallen 400 qm auf das Lager, 350 qm auf die Werkstätten für Bühnenbauer und Kostümbildner sowie 150 qm auf die Probebühne. Außerdem entsteht ein Sozialtrakt, der bislang überhaupt nicht vorhanden war. Die Arbeitsbedingungen für die 20 technischen Mitarbeiter des Theaters werden sich radikal verbessern. Speziell die Handwerker mussten die ganzen Jahre über unter völlig unzureichenden Bedingungen breiten. Das Theaterhaus wird mit dem Neubau mehr Arbeiten als bisher im eigenen Haus leisten können.
„Wir wollen unseren Jubelschrei über das neue Funktionsgebäue öffentlich machen“, zeigte sich Frau Voigt hoch erfreut über die endgültige Fördermittelzusage aus dem Landesverwaltungsamt Weimar, die Ende März in Jena eingetroffen war. Der Jenaer Stadtrat hatte 2010 beschlossen, endlich die seit vielen Jahren angemahnte Investition in Angriff zu nehmen. Bereits 1995 hatte es dazu erste Pläne gegeben. In die „Theaterruine“ waren seit 1992 bereits rund 3,2 Millionen Euro geflossen, jedes Jahr wurden kleinere oder größere Investitionen getätigt.
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