Jena (anw) - Sechs Buchstaben, sechs Schüler. Die Ostseite der Trafostation der Stadtwerke am Jenaplan erhält die Wörter „und für“ aufgesprüht. Ein Graffiti also, dass diese Schüler der KGS „Adolf Reichwein“ unter Federführung der Jenaer Künstlergruppe „Farbgefühl“ selbst kreierten und innerhalb von drei Tagen auf die Wand bringen wollten.
Lena Hehemann aus der KGS „Adolf Reichwein“ sprüht ihren Buchstaben „I“ auf die Ostseite der Trafostation Jenaplan.
© Foto: anwDie Stadtwerke Energie Jena-Pößneck hatten sich entschlossen, die durchaus imposante, aus den 50er Jahren stammende Trafostation zu verschönern. Die sechs Schüler, berichtete beim Vor-Ort-Termin Schulsozialarbeiterin Sandra Bolscho, hatten sich mit weiteren Schülern beworben und waren von der Schulleitung ausgesucht worden. Für ihre Graffitis erhielten sie drei Tage Schulbefreiung.
Der komplette Schriftzug über alle vier Wände lautet „Wir für Jena und die Region“ und ist der Slogan der Stadtwerke, berichtete Ulrike Heyde, Mitarbeiterin im Bereich Unternehmenskommunikation. Das rund 16 Jahre alte bisherige Graffiti war verschandelt worden, der Nachfolger wird Anfang Juli fertig gestellt sein. Das Projekt ist Teil der Stadtplanung, dem Jenaplan-Platz an der Stadtrodaer Straße, südlich der Arbeitsagentur Jena und östlich der KGS, neu zu gestalten. Insgesamt 180 qm müssen besprüht werden. Michael Drosdek und Michael Pook von „Farbgefühl“ haben also viel zu tun.
Für 12.000 Euro erhält die Außenhaut der Trafostation ihren neuen „Anstrich“. Bevor Schüler und Profis die Spraydosen in die Hand nehmen konnten, mussten zunächst die Wände saniert werden.
Über die Trafostation erhalten die umliegenden Wohngebiete ihren Strom, zweitens wird hier für den Straßenbahnbetrieb der Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt. Die Größe der Station resultiert aus der damals eingebauten Gerätetechnik, die 1996 neu eingebauten Elektrischen Schaltgeräte würden einen solchen großen Raum längst nicht mehr benötigen.
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