Jena (FSU) - Der Eremit oder Juchtenkäfer (Osmoderma eremita) ist bundesweit durch die Bauarbeiten am Bahnhof von „Stuttgart 21" bekannt geworden. Vor knapp einem Jahr wurde einer dieser sehr seltenen Käfer durch Wissenschaftler des Phyletischen Museums der Universität Jena auch im benachbarten Paradies-Park nachgewiesen.
Diese Käfer-Art gilt als sehr gefährdet und ist durch die Fauna-Flora-Habitatrichtlinie der Europäischen Union besonders geschützt. Gebiete, in denen der Käfer vorkommt, wie Auwälder, sind als Schutzgebiete auszuweisen. Die Larven des Eremiten leben im Holzmulm in Baumhöhlen. „Wir wissen bisher nicht, welches genau die Brutbäume sind", erläutert Dr. Hans Pohl, dessen Hund Pluto im vergangenen Jahr den bereits toten Käfer aufgespürt hatte.
Im Phyletischen Museum (Vor dem Neutor 1) ist der Eremit - er misst etwa 20 mm und gehört zu den Rosenkäfern - nun für jedermann in einer eigenen Vitrine zu sehen.
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