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Möbel Gäbel gewährt Einblicke in die Chronik des Familienbetriebes

Von der Textilfabrik zum Möbelhaus

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Bei Möbel Gäbel in Apolda wurde eine Ausstellung über die langjährige Firmengeschichte in die Möbelpräsentation integriert.

© Foto: sho

Apolda (sho) - Die Firma Möbel Gäbel bietet in ihrem Apoldaer Domizil in der Lessingstraße 63 eine besondere Attraktion. Kunden können sich hier nicht nur über Möbel informieren, sondern jetzt auch Einblicke in die Chronik des Betriebes nehmen. Denn in die Möbelpräsentation wurde eine Ausstellung über die langjährige Firmengeschichte integriert.

Gegründet wurde der Betrieb Otto Gäbel KG 1903 vom Großvater des heutigen Geschäftsinhabers Konrad Gäbel. Wie damals für Apolda typisch als Textilbetrieb. Otto Gäbel, der bis 1900 als so genannter Lohnmeister Erzeugnisse im Auftrag anderer Firmen herstellte, trieb der Wunsch nach einer eigenen Firma um. Den Weg dazu ebneten damals Gasglühstrümpfe. Als es noch keine Leuchtstoffröhren gab, wurden nicht nur in Apolda, sondern in ganz Deutschland und Europa Gasglühstrümpfe als Lichtquellen verwendet. Otto Gäbel rüstete Wirkmaschinen zur Herstellung von Textilien so um, dass eine preiswerte Produktion dieser Glühstrümpfe möglich wurde. Das erworbene Patent verkaufte er und gegründet mit dem Kapital die Otto Gäbel KG. Gäbel schaffte sich Maschinen an und baute mit Hilfe von Frau und Kindern eine eigene Produktion auf. Der Betrieb überstand die Weltwirtschaftskrise und auch das Dritte Reich.
Ab 1945 wurde die Otto Gäbel KG als Kommanditgesellschaft durch die Brüder Fritz, Georg und Otto Gäbel junior weitergeführt. In den 50er Jahren entwickelte sich die Firma zum Hersteller hochwertiger und eleganter Strickwaren u.a. Sporttextilien. Die Erzeugnisse zeichneten sich durch körper- und passgerechtes Design aus. Ausgerüstet mit Gäbel-Sportbekleidung wurden u.a. die Eishockey-Nationalmannschaft, Volleyballer und Skispringer. Der legendäre DDR-Olympiasieger Helmut Recknagel trug - natürlich - eine Gäbel-Mütze. Die Firma war bekannt für gute Textilien, die in der DDR in Exquisit-Geschäften verkauft wurden. Der Betrieb wuchs weiter, produzierte ab Mitte der 50er auch Schuhfutter. 1956 kam zum ursprünglichen Firmensitz in der Straße Grönland, das Gebäude in der Lessingstraße hinzu.
1972 als sich die Gäbel KG zu einem mittelständischen Unternehmen mit 169 Beschäftigten entwickelt hatte, wurde der Firmenbetrieb enteignet und in einen VEB umgewandelt. Dieser existierte bis 1989. Eine Rückübertragung wurde durch die Treuhand behindert. Verschiedene Projekte scheiterten. Schließlich wagte Konrad Gäbel 1992 den schwierigen Schritt in die Selbstständigkeit und etablierte in der Lessingstraße einen Fachhandel für hochwertige Möbel. Schnell konnte sich die Firma einen guten Ruf aufbauen. Die gute Entwicklung führte 1996 zu einer weiteren Filiale in der Dornburger Straße 163 in Jena.
Bei Möbel Gäbel finden die Kunden ein Vollsortiment für alle Wohnbereiche vom Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer bis zur modernen Küche. Neu im Angebot sind französische Massivholzmöbel.

Zum 20-jährigen Firmenjubiläum im September 2012 können sich die Kunden auf attraktive Rabattaktionen freuen. Möbel Gäbel möchte auch in Zukunft ein verlässliches Möbelfachgeschäft sein.

© sho

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